Die Stille wird kommen…

Oder auch: Warum es die letzten Wochen hier so still war

»Ich hätte gerne mal wieder einen Arbeitstag unter 14 Stunden. Und Zeit, um an meinem aktuellen Manuskript zu arbeiten =( Ist aber leider grade nicht drin.« 

Das habe ich vergangenen Dienstag getwittert, irgendwann gegen 7 Uhr in der Früh. Davon abgesehen hätte ich auch gerne wieder mehr Zeit für Marketing, Blogeinträge und RPG. Aber aktuell liegen die Prioritäten schlicht anders. Der Brotjob nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch, die Buchhaltung will gemacht werden und die Deutsche Meisterschaft steht vor der Tür. Auf privat-familiärer Ebene ist noch wesentlich mehr los und so kommt aktuell einiges zu kurz. Nein, das hier soll kein Jammer-Beitrag werden, in dem ich mich darüber auslasse, wie schwer doch das Leben als Selbstständige ist. Ich bin mit der Entscheidung nach wie vor zufrieden. Natürlich ist es mal mehr und mal weniger stressig. Das ist in jedem Job so.
Ich gehöre außerdem zu den Leuten, die nicht auf Teufel komm raus irgendetwas posten. Dann ist es auf den Social-Media-Plattformen eben ruhiger. Diesen Stress will ich mir schlicht nicht antun. Allerdings ist es durchaus fair zu erklären, warum ich aktuell so wenig aktiv bin. Mir fehlt (mal wieder) schlicht die Zeit. Das ist alles.

Auch wenn ich gerade wenig Zeit zum Schreiben am aktuellen Manuskript habe, ist es in meinem #autorenleben nicht vollkommen still geworden. In der St. Ingberter Rundschau erschien in der Mai-Ausgabe ein Artikel über meine Buchspende an die Stadtbücherei. Am 5. Mai durfte ich meine erste Lesung bei Dragonlord Games lesen. Ein Interview für die Saarbrücker Zeitung gab es ebenfalls und für August wurde ich für eine weitere Lesung angefragt (Details dazu folgen). Viele signierte Exemplare von Narrenlauf sind zu den Lesern unterwegs – ich kann mich also nicht beschweren. Die nächste Ladung Bücher ist gerade unterwegs zu mir.

Von daher bitte ich an dieser Stelle für die aktuell nur mäßig tröpfelnden News nun ganz offiziell um Entschuldigung =D Es kommen auch wieder bessere Zeiten, versprochen. Per Mail bin ich natürlich immer zu erreichen.

Liebe Grüße
Carolin Summer

Ein paar Eindrücke der Lesung am 5. Mai:

Lesung

am 5. Mai 2018 um 18 Uhr …

… darf ich bei Dragonlord Games in St. Ingbert für euch aus meinem Debütroman Narrenlauf vorlesen. Der Eintritt ist frei, solange die Stühle reichen.

Für ein paar Snacks und Getränke wird auch gesorgt. Wenn alles gut läuft, habe ich sogar noch eine kleine Überraschung für euch parat =D.

Ansonsten heißt es zuhören, entspannen und euch in meine Buchstabenwelt mitnehmen lassen.

Wir freuen uns auf euch!

Autorenleben [Tag]

Mein erster Tag hier =D

Inspiriert von dem tollen Video auf dem Kanal von Katrin Ils
Viel zu sagen gibt es da nicht – 10 Fragen, meine Antworten. Los gehts: 

Was isst und trinkst du, während du schreibst?
Tee. Jede Menge davon. Egal welche Sorte und zu welcher Uhrzeit. Hauptsache literweise Tee.
Essen… eigentlich nichts. Nicht beim Schreiben. Es sei den, mein Chaos-Duo vertilgt gerade Tütenweise Schokocroissants und ich ertrage es nicht länger… Dann stopfe ich hinter jedem geschriebenen Satz Schokolade in mich hinein.

Was hörst du, während du schreibst?
Diverse Playlists. Von Instrumentalen Stücken wie Film- und Spielesoundtracks über Songs aus unterschiedlichen Genre hinweg … Das kommt ganz auf die Szene an. Tatsächlich sind die Listen nach Projekten und Charakteren gegliedert. Das kuriose daran ist meist eher die verquere Mischung der Titel. Von Metal über Gothic zu Blues, Reggae und Indie-Pop. Dabei ist mir vollkommen egal, ob und und wenn ja in welcher Sprache gesungen wird oder ob die Geschwindigkeit zur Szene passt etc. Meist sind es tatsächlich die Texte, die ausschlaggebend sind.

Die größte Ablenkung beim Schreiben?
Hm. Schwierig. Ich habe über die Jahre der Azubi-WGs, Wohnheimzimmer, Pendlerzeiten und WG-Leben gelernt bei quasi jeder Umgebung zu schreiben. Was allerdings häufig passiert ist, dass ich mich in Zwischenrecherchen verliere. Vorzugsweise auf Google Maps, der arte-Mediathek oder auf YT-Kanälen von Harald Lesch und Co. xD.

Das schlimmste, was dir beim Schreiben passiert ist?
Kurz nach der Speicherung meines Datensatzes von Narrenlauf beim Verlag habe ich die Originaldatei des Manuskripts auf meine Festplatte kopiert – wobei mein PC sich dermaßen verschluckte, dass er den Vorgang abgebrochen hat. Danach ließ sich das Original nicht mehr öffnen. Etwa ein halber Tag finale Änderungen sind somit im Nirwana versunken. Immerhin hatte ich noch das PDF und konnte alles halbwegs nachvollziehen. Trotzdem saß ich erst mal vor meinem PC und hab saftig geflucht. Zum Glück hat das mitten in der Nacht keiner gehört.

Was ist das Beste, was dir beim Schreiben passiert ist?
Die Reaktion meines Besten Kumpels, nachdem er das fertige Buch zum ersten Mal aufgeklappt hat. Bis zu dem Zeitpunkt wusste er nämlich nicht, dass sein Name gemeinsam mit dem meines Mannes in der Widmung auftaucht. „Überrascht“ wäre wohl eine maßlose Untertreibung. Außerdem bin ich jetzt einen Entschädigungs-Apfelkuchen schuldig.

Mit wem besprichst du deine Schreibprojekte?
Mit eben genanntem bestem Kumpel und Schreibbuddy. Danach eine ganze Weile mit niemandem, bis irgendwann die beiden Alpha-Leserinnen an der Reihe sind. Da steht dann allerdings der Plot schon (Was nicht heißt, dass ich ihn nicht wieder über den Haufen werfe).

Was ist deine größte Schwäche?
Ausschweifende Erklärungen. Ich lese sie gerne und schreibe sie noch viel lieber. In Kombination mit der Labertasche von Protagonisten aus dessen Perspektive ich aktuell berichte… Na ja. Daran muss ich dringend arbeiten. Ich sollte mich kürzer fassen. Merkt man, dass ich sonst Berichte und Artikel schreibe? Ähm ja … Definitiv. Ach so: und Dialoge üben.

Woher kommt deine Inspiration?
Von überall =D Das können simple Dinge sein wie eine leere Straße mit defekten Laternen durch die ich auf dem Nachhauseweg laufe, der Güterzug neben dem ich auf meine Anschlussbahn warte, die Akustik einer Kampfszene im TV oder eine besonders leckere heiße Schokolade. Mein Kopf produziert ständig irgendwelche Sequenzen, die ich in Geschichten verpacken könnte. Das ist auch der Grund, warum ich meistens ein Notizbuch mit mir herumtrage oder mal am Handy versumpfe um etwas aufzuschreiben.

Was tust du, was super nervig ist?
Ausschweifen. Das hatten wir beim Thema Schwäche schon. Außerdem quassele ich meine Alphaleser durchaus mit Charakterdetails und Hintergrundinfos zu, die in den Büchern nie Erwähnung finden werden, für mich beim Schreibprozess aber wichtig sind. Vergebt mir xD ich bin eine Quasselstribbe. Übrigens auch, wenn ich nervös bin.

Teilst du Sachen, die du schreibst, während du schreibst?
Jain. Ich teile Passagen, die ich schreibe und die so auch in die Manuskripte passen, aber nicht immer auch darin Platz finden. Meist sind die [TeXtScHnIpSeL] die ich verteile spontane Ideen aus meinen Notizbüchern. Worauf ich dabei Wert lege: Sie spoilern nie den eigentlichen Hauptplot und nur äußerst selten fallen überhaupt Charakternamen.

So, das wars auch schon. Wer selbst Lust hat, die Fragen zu beantworten, darf sich hiermit gerne getagt fühlen =D.

Fast ein Monat …

… ist seit der Veröffentlichung von Narrenlauf inzwischen vergangen. 

Was seitdem passiert ist?

# Eines meiner Vorab-Exemplare ging an die Weltenbibliothek. Florians Rezension brachte Narrenlauf gleich zum Erscheinungstag dank Nerd-Humor, Cover-Minimalismus (und abzüglich ein paar Schönheitsflecken) vier von fünf Herzen ein, über die ich mich besonders gefreut habe.

»Insgesamt war Narrenlauf ein hervorragendes Lese- und Reiseerlebnis, das seinen Platz neben Victoria Schwab redlich verdient hat.« (Weltenbibliothek, Florian Eckhardt)

# Bisherige Bewertungen, die auf Amazon, Thalia und Hugendubel eingetrudelt sind, übertreffen übrigens meine Erwartungen bei weitem. An dieser Stelle sei all den Bewertern da draußen von Herzen gedankt =D 

# Immer wieder wurde ich nach Flyern und Leseproben gefragt. Unter anderem liegen inzwischen welche in lokalen Buchhandlungen, aber auch im Saarländischen Biermuseum, an einigen Schulen und bei Get it, don’t Copy.

# Noch vor der Veröffentlichung am 18. Februar gab es einige Direktbestellungen signierter Exemplare, die es nach diversen Verzögerungen der Druckerei alle heil auf den Weg in die Post geschafft haben (siehe Die Odyssee der verschollenen Bücher). Tatsächlich habe ich inzwischen sogar alle Hardcover verschickt, die erst am 1. März hier angeliefert wurden. 

# Eines der Paperback-Exemplare schlummert (dokumentiert für die kommenden Generationen) im Archiv meiner Heimatstadt.

# Außerdem besitzt auch die Stadtbibliothek seit heute eine Auflage der ersten WeltenWechsler Akte. Die Übergabe meiner Buchspende war gleichzeitig die Romanvorstellung für einen Pressetermin. Somit hätte ich also auch mein ersten Interview hinter mich gebracht. Eine ganz schön seltsame Angelegenheit, wo ich doch normalerweise diejenige bin, die Fragen stellt und Notizen macht, um alles in einen Artikel zu packen. 

# Ein absolutes High-lite war das erste Unboxing-Video. Sogar gleich als Instagram Story – von niemand geringerem als Autorenkollege Benjamin Spang. Bessere Werbung kann man sich gar nicht wünschen. 

# Auch die vielen Fotos und Kommentare der Leser auf Instagram und Twitter haben mich sehr gefreut =D 

# Eine E-Book Version des Buches wird ab April die erste Lektüre eines echten Welt-Bummlers werden und eine Europatour unternehmen, wovon ich hoffentlich jede Menge Fotos zu sehen bekomme. Unter anderem natürlich in Paris =D.

# Und dann hat es mich heute Mittag fast aus den Socken gehauen. Ich habe Narrenlauf nämlich im Fantasy-Regal der Buchhandlung Friedrich entdeckt. Sowohl als Paperback als auch als Hardcover. Mitten zwischen Werken von Markus Heitz, Liza Grimm, Kai Meyer, Bernhard Hennen und all den anderen großen Namen.

Summ[er] summarum kann ich mit dem ersten Monat als veröffentlichte Autorin also vollkommen zufrieden sein. 

Narrenlauf im Fantasy-Regal

Narrenlauf im Fantasy-Regal

Get it, don’t Copy!

Heute möchte ich euch ein frisch gegründetes Unternehmen aus meiner Heimatstadt vorstellen, das mich in dieser Woche besonders beeindruckt hat. 

Um wen geht es überhaupt? 

Eine vierköpfige Crew aus St. Ingbert, die eine Vision in die Tat umsetzt. Mit der Idee für einen Shirt-Aufdruck fing es an. Vor fast zwei Jahren. Inzwischen ist daraus eine eigene Marke geworden. Get it, don’t Copy.
Lifestyle und Mode, geprägt von Selbstverwirklichung, Individualismus und Inspiration. Ihre Vision: In Zeiten, in denen hauptsächlich aus sozialen Medien kopiert wird, die eigenen Werte ins Zentrum stellen. Sie verschreiben sich Fairness, Toleranz und Respekt.

Wie, was und für wen?

Der Leitspruch und Markenname ist gleichzeitig das Motiv auf den Produkten. Aktuell stehen Shirts für Damen und Herren, Hoodies und Bags (alles jeweils in schwarz und weiß) im Onlineshop zur Verfügung. Das besondere an den Klamotten: Sie sind fair gehandelt. Die Crew legt Wert auf Nachhaltigkeit. Sie haben sich ausschließlich Kooperationspartner ausgesucht, die ihre Vision teilen. So steht „GIDC“ ebenso für eine Einstellung gegen Rassismus und Unterdrückung.
Alle Textilien sind von der FairWare Foundation zertifiziert. Aktuell beziehen sie umweltfreundlich hergestellte Kleidung aus Berlin, die in einer der ersten Druckereien mit dem umweltverträglichen Global Organic Textile Standard bedruckt wird und auch die Verpackung ist komplett kompostierbar und zu einhundert Prozent plastikfrei. Stattdessen werden nachwachsende Rohstoffe verwendet.

Das Lager ist gefüllt, der Verkauf läuft.

Damit soll aber noch lange nicht Schluss sein. Für die kommenden Monate ist jede Menge geplant. Kleidung aus Recycling-Material, wie Shirts aus Plastikflaschen oder Schuhe aus alten Isomatten sind eine Idee. Dafür sollen Kooperationen mit unterschiedlichen Künstlern aus dem Saarland entstehen. Vielfältige Kollektionen in Zusammenarbeit mit anderen Freigeistern erstellen, lautet der Plan. Egal ob Musiker, Schmuckdesigner oder eine sonstige Kunstform. Get it, don’t copy hat sich nicht nur Fairness auf die Fahnen geschrieben, sondern auch soziales Engagement. Vernetzung und Arbeit für einen guten Zweck.

Was mit dem Gewinn passiert …

Was von den Einnahmen nicht in weitere fair gehandelte Produkte investiert wird, geht regelmäßig in Form von Spenden an gemeinnützige und wohltätige Organisationen. Darunter an Größen wie Viva con Agua oder Dr. Schales. Die Vision auf der Website des Onlineshops fasst es zusammen: „Hört auf zu kopieren. Kapiert, was Menschen die euch Inspirieren tun und baut darauf eure eigenen Werte, Ideen und Projekte auf. Teilt was ihr habt mit Menschen die weniger haben als ihr. Engagiert euch, setzt euch ein für das was euch bewegt und bewegt damit selbst etwas.“

Na? Neugierig geworden? Wer vorbeischauen mag, einmal hier entlang.

Die Odyssee der verschollenen Bücher

oder: warum dauert das so lange mit den Exemplaren mit Widmung?

Was los ist: 

Wer mir auf Twitter folgt, hat es vermutlich schon mitbekommen: Aktuell macht mir eine verschollene Ladung Bücher große Sorgen. Einige Leser haben Narrenlauf bei mir persönlich bestellt, um das Buch mit einer Widmung zu erhalten. Über diese Nachfrage habe ich mich unheimlich gefreut und eigentlich hätten die Bücher auch zum offiziellen Release am 18. Februar bei euch sein sollen. Eigentlich.

Wo es hängt: 

Bestellt habe ich, sobald es möglich war. Genauer gesagt am 1. Februar. Die Produktion sollte zehn Tage dauern. Plus Versand … Demnach wären die Bücher bis Valentinstag locker bei mir gewesen. Die traurige Tatsache: Die Paperbacks kamen mit Verspätung an (am 17.), die Hardcover fehlen bis heute gänzlich. Die Pakete stehen bereit, alle Goodies sind drin …
Seit dem 14 Februar stehe ich ständig mit dem Verlag in Kontakt. Vorweg: Die Damen im Service bei Tredition sind sehr freundlich, kompetent und geben, was sie können. Sie hören bei der Druckerei nach, antworten zügig auf meine Mails und ich gehe dem Team dort inzwischen fast täglich auf die Nerven. Trotzdem sind noch immer keine Hardcover in Sicht.
Woran genau es hängt, weiß ich nicht. Zuerst hieß es, die Druckerei habe leichte Verzögerung wegen hoher Auftragslage. Nun gut. Dann wurde mehrfach vom Versand am selben oder am Folgetag gesprochen (zuletzt am 22.) und noch immer habe ich keine Bücher da, um sie an meine Leser weiterzusenden. Peinlich. Sonst weiß ich dazu auch nichts zu sagen, außer: Leute, es tut mir Leid. Seltsamerweise gehen Bestellungen von einzelnen Büchern direkt raus. Ich weiß von Familie und Freunden, die sowohl beim Verlag direkt als auch über amazon bestellt haben, dass die Bücher nach nur wenigen Tagen auf dem Weg sind. Wo das Problem liegt, mir meinen Stapel zuzuschicken, wüsste ich auch gerne.

Und was jetzt:

Heute Morgen war ich zum ersten Mal so richtig unfreundlich am Telefon. Wir haben den 26. und meine Geduld ist ziemlich am Ende. Ich habe mich am Ende des Telefonats bei der Verlagsmitarbeiterin auch entschuldigt – denn sie persönlich ist gewiss nicht Schuld an dieser Miesere. Trotzdem ist es, gerade für eine verlagsunabhängige Autorin, extrem peinlich, die Leser derart warten zu lassen. Sie versprach mir, sich heute noch mit einer neuen Lösung zu melden und ich warte nun auf diesen Rückruf. Im schlimmsten Fall müssen die Bücher neu produziert werden und dann heißt es wieder mehrere Tage warten. Ich hoffe ganz ehrlich, dass das nicht nötig sein wird. Immerhin haben meine Leser zum Großteil bereits gezahlt und unter anderem wollte ich ein Exemplar verschenken und dafür brauche ich es am Freitag.

Update:

Es ist inzwischen Montagabend. Die Rückmeldung kam, in Form einer Mail, und es hieß tatsächlich: Neue Druckerei, neue Produktion. Zustellung möglichst bis Freitag. Ich hoffe es. Zudem wurde mir von Tredition ein sehr zuvorkommendes Angebot als Entschädigung unterbreitet, das ich gerne angenommen habe. Sie sind von der Partnerdruckerei ebenfalls enttäuscht, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Ich auch. Der Service von Verlagsseite aus ist, das sei hier noch mal betont, gewiss nicht zu bemängeln und auch nicht der Haken an der Sache. Ich kann nur hoffen, dass sie aus dieser Problematik ihre Konsequenzen ziehen und es bei der nächsten Bestellung rund läuft. Ehrlich, an Freitag glaube ich auch erst, wenn ich die Bücher in Händen halte …

An alle Leser, die zu den Betroffenen gehören: Auf diesem Weg noch einmal lieben Dank für eure Geduld und euer Verständnis. Es tut mir Leid, dass es zu dieser immensen Verzögerung kommt. Sobald ich die Bücher in Händen halte, gebe ich Bescheid und schicke sie auf den Weg zu euch! 

#Buecherfreiheit

Für mehr Vielfalt in offenen Bücherregalen und Buchtauschstationen!

Lesestoff auf Reisen – oder wieso ich mir vorgenommen habe, meinen eigenen Roman in Buchtauschstationen zu stellen und wie daraus die Idee zu einer kleinen Aktion für alle anderen Autoren, Blogger und Vielleser wurde …

In letzter Zeit stolpere ich immer häufiger darüber: offene Bücherregale. Ob in ehemaligen Telefonzellen, in Bussen oder Schränken in öffentlichen Gebäuden – die Möglichkeiten sind vielfältig, genau wie die Institutionen, die sie ins Leben rufen. Ihr gemeinsames Ziel:
Kostenfrei Lesestoff verteilen. Von Lesern für Leser.
Eine schöne Idee, wie ich finde. Am besten gefällt mir hierbei das System der Tauschstationen. Man stellt ein Buch hin und nimmt dafür ein anderes mit. Einfach, fair, unkompliziert – und unterstützenswert.

Die guten und die schlechten Seiten …
Das Bücherregal platzt aus allen Nähten, der Platz reicht nicht aus, während der Geldbeutel immer schmaler wird … viele von euch kennen das. Oft liest man von Ausmist- und Räumaktionen in den Reihen der Vielleser. Man verkauft, versteigert und verschenkt sie. Warum dann nicht einfach ein paar Bücher auf Reisen schicken und nebenbei andere Leser in der Gemeinde mit völlig kostenfreiem Schmökermaterial versorgen? Dafür dienen »Free Librarys«.

Natürlich haben diese offenen Regale auch ihre Nachteile. Immer wieder höre ich, dass die Auswahl dort nicht so berauschend ist. Die »guten« Bücher verschwinden schnell und tauchen im schlimmsten Fall gar nicht wieder auf. Es wird schlecht mit den Werken umgegangen, geklaut … diese Liste ist leider lang.

Dennoch bin ich der Meinung, dass diese Regale weiter mit Seiten gefüllt werden sollten. Derartigen Missbrauch gibt es überall, wo etwas für die Allgemeinheit zugänglich ist. Zum Beispiel Müll in Grünanlagen, Beschädigung von Spielplätzen o.ä. Trotzdem werden sie gewartet und in Ordnung gebracht. Weil viele Leute davon profitieren. Im Grunde sind die offenen Regale doch nichts anderes – immerhin können Bücher wunderbare Parks und Spielplätze der Fantasie sein.

Und was ist mit Bibliotheken? Die machen doch im Grunde dasselbe?
Ja. Und nein. Sie leisten viel mehr. Bibliotheken sind unfassbar wichtig, genau wie der Beitrag, den man als Nutzer zahlt, damit sich diese Einrichtungen halten. Es gibt dort massig Verwaltungsaufwand, Mitarbeiter werden bezahlt, aktuelle Werke nachgekauft usw. Bibliotheken sind mehr, als nur eine Bücherausleihe. Häufig gibt es PC’s zur Recherche, Leseecken oder spezielle Arbeitsplätze für Schüler und Studenten. Es werden Hörbücher angeboten und Lehrfilme geführt. Das ist kein Vergleich zu einem offenen Bücherregal. Aber gerade in ländlichen Gebieten hat nicht jede Gemeinde eine eigene Bücherei. Nicht jeder schafft es, vor oder nach der Arbeit zu den Öffnungszeiten in die Bib. Und tatsächlich kann sich nicht jeder die Beiträge leisten (Ja, ich weiß. In manchen Orten gibt es sie noch, die Büchereien, für die nicht zahlen muss und in denen ehrenamtlich gearbeitet wird. Seltene Schätze, haltet sie am Leben!).

Summ[er] summarum
Betrachtet man Bibliotheken und offene Regale gemeinsam, wird das Leseangebot für jedermann gut bedient. Deshalb sollte es, wie ich finde, auf jeden Fall beides geben.
Dafür müssen die offenen Regale aber auch gefüllt werden. Oft haben Bibliotheken für ältere Buchexemplare gar keinen Platz. Selbst wenn man sie als Leser der Bib überlassen möchte, kann sie nicht alles annehmen. Das ist meiner Familie erst neulich bei unserer Stadtbibliothek passiert: Meine Tante und meine Oma hatten Bücher aussortiert und dachten sich, warum nicht der Bibliothek spenden? Die Antwort der Mitarbeiterin war ernüchternd: »Das ist nichts für unser Sortiment. Die Bücher sind zu alt.« Deshalb sind sie aber noch lange nicht schlecht! Kinderbücher waren darunter, Sachbücher und Novellen. Also haben wir sie ins Flohmarktregal gestellt. Ein offenes Bücherregal vor der Bibliothek. Wer Interesse hat, kann sie jetzt mitnehmen.

Freie Bücher …
Der Blick am Regal entlang hat bestätigt, was ich oben schon geschrieben habe: Die Auswahl war recht einseitig, nicht alle Regalbretter gefüllt. An diesem Tag habe ich beschlossen, ein paar Exemplare meines Romans auf Reisen zu schicken – und diese Idee zu teilen. Vielleicht sortiert ihr ja grade euer Regal aus oder habt noch das ein oder andere Eigenexemplar zuhause und wollt es ebenfalls spenden? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir hier oder auf Twitter und Instagram (@wanderkraehe) unter #Buecherfreiheit davon erzählt =D

Lasst uns ein paar Büchern die Freiheit schenken!

Die Bücher-Tauschstation in Saarbrücken am Schlossberg

Das Büchertauschregal in Saarbrücken am Schlossberg

Auf die Bücher, fertig los!

Noch zehn Tage …

… bis Narrenlauf ganz offiziell in die weite Welt entlassen wird.
Und weil ich inzwischen so oft gefragt wurde, verrate ich euch heute was:

Die Print-Varianten gibt es schon jetzt zum Vorbestellen.

Paperback und Hardcover stehen aktuell zur Auswahl. Das E-Book folgt in den nächsten Tagen auf den Listen der Händler. Also rann an den Buchstabenspeck =D 

Hier gehts direkt zum Buchshop.

Natürlich bekommt ihr den Lesestoff aber auch bei Thalia, amazon und Co. (Oder ganz klassisch im Buchladen um die Ecke =D).

Die erste Ladung Vorab-Exemplare habe ich übrigens schon letzte Woche bestellt. Nun sitze ich hier auf heißen Kohlen, bis das Paket von der Druckerei kommt. Damit ich Buchpäckchen für alle die lieben Menschen zusammenstellen kann, die bereits über Twitter und Instagram bei mir bestellt haben =D. Na ja, vorausgesetzt, die Post macht meinem Timing keinen Strich durch die Rechnung.

Und natürlich kann ich es nicht lassen, euch schon wieder mit visuellem Buch-Spam zu versorgen ;P

Lesestoff-Collage

Narrenlauf Release

Narrenlauf feiert Buch-Geburtstag!

Endlich ist es so weit … 
Kurz und knapp: offiziell gibt es den ersten Band der WeltenWechslerAkten ab
18. Februar 2018 überall im Buchhandel. Egal ob ihr Paperback, Hardcover und E-Book bevorzugt, lieber online bestellt oder in den Buchladen um die Ecke geht – mein Debüt-Roman steht ab diesem Tag bereit gelesen zu werden.

Achtzehn Tage sind es noch bis dahin. Ich bin unfassbar nervös, gespannt auf die ersten Meinungen und habe noch immer Bammel. Tausend Fragen kreisen in meinem Kopf. Wie das nun mal so ist, mit dem ersten Buch. Ist wohl dieses #Autorenleben.
Was soll ich sagen? Seit 2001 gesammelte Ideen und Szenen sind in dieser Geschichte verstrickt. Von Juni 2015 bis jetzt hat es gedauert, das Buch zu Ende zu schreiben und ja, einiges ist dazwischen gekommen. Private Dinge, traurige wie schöne. Nun ja, jetzt bleibt es mir nur noch, euch die Release-Ankündigung zu zeigen:

Buch-Geburtstag am 18. Februar 2018

Buch-Geburtstag am 18. Februar 2018

Eine Frage, meine Antwort

Warum schreibst du? 

Ehrliche Gedanken einer Autorin…
Diese Frage läuft mir immer wieder über den Weg. Jedes mal gerate ich darüber ins Grübeln – und es will mir partout nicht gelingen, darauf eine kurze, knackige Antwort zu formulieren.

Sehen wir mal, wie weit ich heute komme: Ich schreibe, weil ich die Geschichten (die nun mal permanent in meinem Kopf entstehen) auf diese Art und Weise zu „manifestieren“ versuche. Gedanken auf Papier festhalten. Um Platz in meinem Kopf zu schaffen, um sie greifbar zu haben. Bevor ich schreiben konnte, habe ich gemalt. Als ich schreiben lernte, habe ich gemalt und Texte dazu geschrieben. Noch heute zeichne ich zu meinem Geschreibsel und ich glaube, meine Geschichten fühlen sich ganz wohl auf dem Papier.

Außerdem schreibe ich, weil ich Spaß daran habe zu formulieren. Weil es mir gut von der Hand geht und ich von mir selbst behaupten kann: Das ist die Sache, die ich am besten kann. Manchmal bekomme ich zu hören, ich hätte Talent. Mir selbst wiederstrebt es, das so auszudrücken. Ich weiß nicht, wie „gut“ ich bin. Fakt ist aber, dass ich besser werden möchte. Denn (so geht es sicher den meisten) zufrieden mit meinen Texten werde ich wohl nie sein. Also: Ich schreibe auch um zu Lernen. Schreiben ist ein Handwerk. Es braucht Übung, Geduld und Durchhaltevermögen.

Der eigentliche Hintergrund dieser Frage ist jedoch wohl meistens „Warum veröffentlichst du?“
Ja, es gibt ihn, den Grund, warum ich beschlossen habe, diesen Schritt zu wagen. Ich möchte meine Geschichten teilen. Ohne Bücher wäre mein Leben verdammt leer. Ich denke, damit bin ich nicht alleine. Wir brauchen Geschichten, über die wir lachen, weinen und in die wir uns zurückziehen können. Abwechslung vom Alltag. Dazu möchte ich beitragen. Geschichten in die Welt tragen. Wenn ich sie schon schreibe, warum dann nicht, um sie unter die Leute zu bringen? Denn Bücher kann es nie genug geben. Im Moment bleibt mir nur zu hoffen, dass ich auch erreiche, was ich mir wünsche. Aber wie soll ich es jemals herausfinden, wenn nicht durch eine Veröffentlichung? Mal sehen was daraus wird.

Und das Thema Geld? Nun, ich habe inzwischen das Glück, mit dem Schreiben  meine Brötchen zu verdienen. Als freie Journalistin zum Beispiel. An dem Punkt, an dem ich festlegte: „Dieses Buch wird mein Debüt.“ dachte ich noch, ich würde nach meiner Umschulung als Bürokauffrau arbeiten. Heute sieht es anders aus. Und ja, jetzt gehören auch die Romane dazu. Der Verdienst ist da natürlich ebenso ein Teil. Warum auch nicht? Schreiben ist ein Handwerk und ich bin immerhin inzwischen Freiberuflerin. Es ist mein Beruf geworden, auch wenn ich nicht damit gerechnet habe und es anfangs nicht auf dem Plan stand. So wie es jetzt ist, ist es glaube ich in Ordnung.

Das ist sie also, mein Antwort. Im Moment. So weit so gut. Ob sie sich noch mal ändert? Ich weiß es nicht. Vielleicht sollte ich mir die Frage in einem Jahr noch einmal stellen. Ich bin gespannt, was ich dann dazu aufschreiben werde =).