Herbst: Zeitlos(e)

Von fallenden (Kalender)blättern und geliebten jours gris.

»Der goldene Oktober«
Drei Buchstaben. Eines der Jahresevents überhaupt : #FBM. Die Frankfurter Buchmesse.
Dass ich zum ersten Mal als Autorin und nicht als Besucherin dort unterwegs war, haben die meisten von euch vermutlich mitbekommen. Und nun ist es wohl fällig, mein Messe-Fazit =D

Voll. Laut. Spannend. Lustig. Vier Worte, die es treffend umschreiben.
Voll: Nein, nicht die Menschenmassen. Also doch, auch, aber die meine ich nicht. Voll war vor allem jeder einzelne Tag. Ich habe mir keinen Planer zugestopft, um von Termin zu Termin zu rennen. Die Events lagen zeitlich meist ein gutes Stück auseinander und ich hatte nur wenige, die ich »auf Teufel komm raus« unbedingt sehen wollte. Und trotzdem hat sich ständig etwas ergeben. Meine Befürchtung alleine dazusitzen hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Es war sogar sehr schwierig, mir an einem Tag die Zeit zu nehmen solo in meinem Tempo durch die Hallen zu stöbern. Kein Tag zog sich in die Länge, wie es mir zuhause so oft geht, wenn ordentlich was los ist. Das bin ich nicht gewohnt. Sonst kommen mir stressige Tage mit vielen Terminen immer doppelt so zäh vor. In Frankfurt war das genau umgekehrt.

Laut: Ein Phänomen, das ich schon von mehrtägigen Festivals kenne: So schlecht meine Augen sind, so gut sind meine Ohren – und spätestens am Nachmittag des dritten Tages hat mein Kopf entsprechend reagiert. Zum Glück hatte ich eine ruhige Unterkunft (Cat-Sitting bei Verwandten, während sie in Urlaub waren) und konnte mich abends gut erholen =D.

Spannend: Die Chance mich tagelang bei verschiedensten Stellen der Branche mit fachkundigen Leuten zu unterhalten ist extrem viel wert. Dazu kommen Vorträge, Infobroschüren und vor allem die Kollegen. Endlich die Buchmenschen kennenzulernen, die man nur aus dem Netz kennt. Sich persönlich austauschen. Da sind dieselben Themen, die einen beschäftigen, jeder kann von seinen Erfahrungen berichten und man teil sogar einige Sorgen. Das ist etwas, was ich sonst nicht habe. Zum Beispiel durfte ich unter anderem meine zukünftige Lektorin kennenlernen. Oder Kollegen, deren Bücher ich bewundere und verschlungen habe, aber auch eine Menge unfassbar liebe Blogger, sodass ich nach der Messe tatsächlich Buchpost mit Rezensionsexemplaren versenden konnte. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank euch allen. Jetzt eine Liste zu machen würde eindeutig den Rahmen sprengen xD. Fühlt euch einfach angesprochen.

Lustig: Es ist mir wirklich gelungen, für jeden Tag frische Muffins zu backen. Ich habe es versprochen und mich daran gehalten. Dosenweise und jedes Mal waren sie innerhalb der ersten beiden Stunden weggefuttert. Einen einzigen konnte ich selbst essen xD. und dann gab es da natürlich das absolute High-lite am Samstagabend: 9lesen. Ich bin selten so schnell von Spannung über Nachdenklichkeit zu Angst gewechselt, um schließlich Tränen zu lachen.

Was ich außer Büchern, Autogrammen und jeder Menge Wissen mitgenommen habe? Das ich mehr Veranstaltungen der Literaturszene besuchen sollte.

»Der graue November«
Das klingt so negativ! Dabei ist dieser Monat das bisher ganz und gar nicht. Grau wohl eher deshalb, weil ich die Rohfassung zu Scherbenrausch beendet habe. Passend zum ersten November am Abend von Halloween. Seitdem sitze ich an der Überarbeitung. Meine »Jours Gris« =]. 500 Seiten, 42 Kapitel, 106 306 Wörter waren es mit dem letzten Satz. Inzwischen wird fleißig gekürzt. Die Seitenzahl ist auf 491 geschrumpft. 2377 Wörter weniger – aber immer noch 42 Kapitel.

Die Coverfront ist quasi fertig und sogar die erste Klappentext-Version steht. Diesmal war das eine seltsame Sache. Vor ein paar Tagen ist sie mitten in der Nacht einfach aus meinem Kopf aufs Papier gehüpft. Unerwartet. Aus Versehen. Das heißt natürlich nicht, dass er so bleibt. Aber es ist ein gutes Gefühl, nicht mehr vor einem leeren Blatt zu hocken. Einen Termin fürs Lektorat gibt es inzwischen übrigens auch. Anfang Dezember geht das Manuskript an die Alphas und ich bin verdammt gespannt auf die ersten Meinungen – wo ich doch im Vergleich zu Narrenlauf so vieles anders gemacht habe. Mehr Actionszenen, das Buch an sich ist kürzer, das Ende anders. Wenn Scherbenrausch im nächsten Frühjahr ins Lektorat geht, bekommt Narrenlauf die zweite Auflage. Viele Pläne, von denen ich hoffe, dass sie sich alle umsetzen lassen.

Im Rest des Freiberuflerlebens ist derzeit nicht weniger los. Der Herbst und die Vorweihnachtszeit sind die starken Monate für mich. Außerdem steht bald ein weiterer Punkt auf der Zukunftsliste, der hier erst im Januar erscheint, mit dessen Planung ich aber schon seit ein paar Wochen beschäftigt bin. Mal sehen, was die letzten Wochen meines ersten Selbstständigkeitsjahres noch so bringen.

AnSichtsSache

Aus der Sparte »privat bis kurios«
oder auch: was ich eigentlich nicht sagen will, aber wohl muss.

Die FBM steht an und so langsam mache ich mir Gedanken darum, wie ich meine erste wirklich große Messe hinter mich bringen werde. Gefühlt alle Leute in dieser Szene kennen sich, folgen sich gegenseitig auf diversen Social-Media-Kanälen und ich unbekanntes Ei dröppel da so ein bisschen am Rand mit herum und habe keine Ahnung von Nichts. Nur wie soll sich das ändern, wenn ich nicht mal dabei bin? Also los nix wie hin.

Und dann ist da dieses Problem.
Nachdem ich mehrere Monate (ja, wirklich) gegrübelt habe, ob ich über dieses Thema tatsächlich hier einen richtigen Beitrag schreiben soll (es kommt mir noch immer übertrieben vor…), sitze ich nun vor der Tastatur und weiß nicht so recht, wo ich anfangen will. Vielleicht bei dem Buch, das Schuld ist, dass ich beschlossen habe, doch irgendwann so mutig zu sein? Ja, vielleicht ist das eine ganz gute Idee:

Die Rede ist von Hanover’s Blind.
Kia Kahawas Novelle erzählt die Geschichte von Adam, der in seine Traumstadt Hannover zieht, um sich dort ein eigenes Leben aufzubauen. Der große Haken an der Sache: Er ist fast blind. Und er versteckt das.
Genau da fangen Probleme an, über die sich viele Leute überhaupt keine Gedanken machen. Wie kompliziert es zum Beispiel ist, mit einer Schwerbehinderung (völlig egal was für eine) einen Job zu finden*. Oder sich alleine an einem fremden Ort zurechtzufinden. Oder zu einer simplen Verabredung zu gehen – ohne aufzufallen.
Kia erzählt in ihrer Geschichte, welche Tricks es braucht, ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben zu führen – und das es sogar ganz anders geht. Dass man sich nicht verstecken muss. Dass auch Blinde tanzen können.

Die Sache mit der Hilfe
Ja, Hilfe zu bekommen ist etwas wunderbares. Selbstständigkeit umgekehrt aber genauso. Je mehr man davon verliert, je mehr man bemitleidet und gesondert behandelt wird, desto mehr leidet das Selbstbewusstsein. So geht es Adam und so geht es manchmal mir selbst. Was in diesem Beitrag Erwähnung findet, ist selbstverständlich nicht allgemein gültig. Jeder Mensch ist individuell und erlebt diese Dinge anders. Es sind Beispiele dafür, wie kompliziert es bisweilen ist, gleichberechtigt und ohne Vorurteile zu leben und wie anstrengend es sein kann, wenn man zu sehr darauf bedacht ist, normal zu erscheinen und dabei nicht in diesem Strudel unterzugehen.

Und warum jetzt das ganze Gelaber?
Jede Person, die mit einer Einschränkung lebt, muss ihren eigenen Weg finden, damit umzugehen. Das dazu gehört, nicht dem Beruf oder den Hobbys nachzugehen, die man gerne ausüben möchte, ist leider zu oft der Fall. Vielen fehlt die Kraft, sich das zu erkämpfen, was sie sich wünschen. Aber es kann funktionieren. Das zeigt Kias Werk und das ist auch der Grund, warum ich heute diesen Beitrag schreibe. In der Hoffnung zeigen zu können, was möglich ist und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was für Hürden es trotzdem gibt. Und eventuell sogar ein wenig Mut zu machen.

Dinge, über die man nicht gerne redet …
… es aber lieber doch macht, um Missverständnisse und Ärger zu vermeiden.
Bei Hanover’s Blind war ich Testleserin, weil ich unter derselben Krankheit leide wie Adam: Optikusatrophie. Zu Deutsch: sterbende Sehnerven. In meinem Fall ist das linke Auge von Geburt an blind, das rechte hat aktuell noch 3,3 %, die sich mit Kontaktlinsen auf 25 bis 30 % aufbessern lassen. Genug, um (noch) nicht (oft) mit Stock unterwegs sein zu müssen. Zu wenig, um irgendwas außerhalb eines Umkreises von circa anderthalb Metern zuverlässig zu erkennen. Wobei mein Kopf ziemlich gut puzzeln kann. Ich brauche nicht viele Informationen, um mir denken zu können, was da passiert. Andererseits übersehe ich Dinge auch. Zum Beispiel Leute auf der anderen Straßenseite, die mir zuwinken (»Wie unhöflich! Du grüßt ja gar nicht zurück!«) oder eben alles, was links von mir so vor sich geht (»Rempel mich gefälligst nicht an!«). Da wären wir wieder beim Thema Messe: Dort, wo es so laut ist, dass ich mich nicht nur auf meine Ohren verlassen kann und so viel um einen herum passiert, dass man es nicht schafft, auf alles zugleich zu achten und mit umschauen gar nicht fertig wird. 

Aber du fotografierst! Und arbeitest mit Grafikprogrammen! Und für die Zeitung!!
!!!1!11! Ja, unfassbar, was? Ich tippe sogar Nachrichten in mein Smartphone und lese bei meinen Lesungen von Blättern ab … Alles, was sich (in entsprechender Größe) nahe genug vor meinem Auge befindet, klappt (noch) gut. Davon abgesehen, reden sowohl mein Computer als auch mein Handy mit mir, was die Sache immens vereinfacht (stellt euch mal vor, ich hab tatsächlich Kopfhörer an, ohne das da Musik läuft. Das ist meistens das Navi. Oder die Ansagen für die Öffis, damit ich mir nicht verlegen vor einem Fahrplan die Nase plattdrücken und anderen die Sicht versperren muss, bis ich den Käse gefunden habe …). Es gibt dank moderner Technik jede Menge Hilfsmittel, die das Leben erleichtern. Neben Audioausgaben Lupenprogramme, Bildschirmlesegeräte etc. Wenn ich für die Zeitung unterwegs bin, wird meine Kamera oft als Fernglas zweckentfremdet. In Restaurants, Kinos usw. laufe ich jemandem aus meiner Gruppe direkt hinterher, was es mir immens erleichtert bei gedämpftem Licht nicht zu stolpern (einzelne Stufen … nicht meine Freunde -.- ) oder etwas nicht zu erkennen, worauf gezeigt wird („Ihr Tisch ist der mit dem Reserviert-Schild“, „Nehmen Sie doch bitte schon mal am Tisch Nummer 5 Platz“, „Die Toilette ist da die Treppen runter und dann ist es ausgeschildert.“). Das Einzige, was zugegeben relativ kompliziert sein kann, ist als Journalistin ohne Auto unterwegs zu sein. Es schränkt immens ein. Meinen Tätigkeitsraum genauso wie unsere Wohnungswahl und vieles mehr. Aber es ist das, was ich kann und womit ich zumindest das erreiche, was ich möchte.

Das System, dass eben nicht für jeden funktioniert
Nachdem ich meinen eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben konnte, habe ich eine einschränkungsgerechte Umschulung gemacht. So wie es sich in Deutschland gehört, wie es die Agentur für Arbeit verlangt. Zwei Jahre Fernbeziehung und Wohnheimleben, Abschluss als Jahrgangsbeste, um im Anschluss trotzdem keinen beruflichen Anschluss mehr zu bekommen. Fast 500 Bewerbungen, unzählige Gespräche und trotz einem Abschluss von 1,9 nicht gut genug. Ich habe mich krampfhaft bemüht ins System zu passen, alles versucht und mich maximal in Formen gequetscht, aus denen ich doch an der einen oder anderen Stelle hinausgequollen bin. Na ja. Zumindest so lange, bis ich ganz unten angekommen bin. Nervlich wie finanziell. Dann habe ich mich auf meinen Hintern gesetzt und das gemacht, was ich kann. Schreiben. Was soll ich sagen … einfach ist es immer noch nicht, aber es läuft. 

Fazit oder so ähnlich
Bammel vor Veranstaltungen wie der FBM habe ich trotzdem. Aber ich gehe hin. Weil ich weiter kommen will und weil es sicher irgendwie funktionieren wird. Ich hoffe sehr, dass ich mich in kein allzu großes Fettnäpfchen setze =/ und das ich es schaffe, mich so oft zu erklären und rechtfertigen, wie es eben notwendig sein wird, auch wenn ich jedes Mal gerne im Erdboden versinken würde. Wenn alles läuft wie geplant, bringe ich auch Muffins mit =D Backen kann ich nämlich auch ganz gut.

Die Fußnote zum Thema Jobs, die ich mir nicht verkneifen kann, weil gefühlt die Hälfte mit jenem ach so tollen Argument kommen:
*
Ja, ich weiß, es gibt sie, die berühmten Quoten und Verpflichtungen zur Einstellung behinderter Menschen. Aber es gibt auch genauso viele Möglichkeiten, diese Leute eben nicht einzustellen – oder ihnen Aufgaben zu verpassen, die sie eigentlich unterfordern, bei denen sie unglücklich versauern und die sie doch machen, weil sie wissen, dass sich nichts besseres finden wird. Weil es schön günstig ist, wenn man sie denn schon nehmen muss mit ihren fünf Tagen mehr Urlaub und der amtlichen Unterstützung im Falle einer Kündigung … Den Minderleistungsausgleich und die Eingliederungshilfe entschädigen schließlich nicht alles (Ironie off). Es wird sich erbarmt. Dabei werden wir leider viel zu oft in eine Schublade gequetscht, die aussagt: »Mehr könnt ihr Behinderten ja doch nicht schaffen. Seid froh, dass ihr als Zahnrädchen euren bescheidenen Dienst leisten könnt und stellt gefälligst keine Ansprüche.« Ihr Behinderte. Wie ich das hasse. Über einen Kamm geschert und abgestempelt. Tolle Inklusion. Sorry, aber ich bin nur ziemlich blind, nicht blöd … Zum Glück sind nicht alle Arbeitgeber so. Es gibt auch gute – nur leider viel zu selten.

#ZeilentanzChallenge

Auf Instagram und Twitter …

… habe ich diese Challenge entdeckt. Mein erster Gedanke war: Au ja, das klingt lustig. Der zweite: Okay, aktuell ist einfach zu viel los. Aber da ich trotzdem gerne mitmachen möchte, bekommt ihr sie einfach als September-News. Sozusagen nachträglich, statt jeden Tag ein Häppchen. 

Nächstes Mal werde ich das schön ordentlich vorbereiten und dann mache ich auch so mit, wie man das eigentlich tun sollte. Ähm, ja …  fangen wir an:

1 Genre
Urban Fantasy. Nach wie vor =D 

2 Protagonist
Vanjar Belaquar.
Gestatten, das Chaos in Person. Pseudo-Gestaltwandler, Quasi-Halbdämon, Spion, Besserwisser, Gedankenleser und Schwarzmagier, aber vor allem Weltenwechsler.
Profi für Fettnäpfchen und Fehlentscheidungen mit einem Talent zum Lügen und einem kleinen Sprung in der Schüssel. Ein Großteil seiner Kollegen sagt ihm mehr schlechtes nach als Gutes – und das vollkommen zurecht. Er hat seine ganz eigenen Ansichten und Gründe für die Geheimhaltung der paranormalen Gesellschaft zu kämpfen. Wie unsere Gegenwart durch die Augen eines WeltenWechslers aussieht, dürft ihr gerne selbst lesen. 

3 Seit wann?
Ende 2016, würde ich schätzen. Ein paar Szenen sind auch schon während der Überarbeitung von Narrenlauf entstanden, aber um den Jahreswechsel rum habe ich so richtig angefangen.

4 Ort mit Flair deiner Geschichte
Das ist leicht und mit einem Wort zusammengefasst: Paris =D Auch wenn unsere Stadt der Liebe eher die Hochburg paranormaler Kriminalität Europas darstellt. 

5 Macke des Protas
Er hat so viele, welche nehme ich da? Das er Türen nur dann benutzt, wenn es sich lohnt sie dramatisch hinter sich zuzuschlagen und viel lieber gleich im scheinbaren Nichts verschwindet (und genauso plötzlich wieder auftaucht)? Das er Kaffee hasst? Oder vielleicht doch lieber, dass er es nicht fertig bringt, normal auf Stühlen zu sitzen xD Im Schneidersitz, mit angezogenen Knien oder gleich rittlings, aber nie so, wie jeder andere das macht.

6 Notizbuch
Mein Plotbuch? Da bedarf es wohl einem Bild:
Klick mich =D Passend, was?

7 Schnipsel vom Anfang
»Durch den Spalt schien bläuliches Licht nach draußen. Gepaart mit unruhigem Stimmengewirr zerschnitt es die Schwärze des Flurs.«

8 Liebste Eigenschaft am Antagonisten
Seinen Ehrgeiz. Er ist sogar bereit buchstäblich alles aufzugeben, um sein Ziel zu erreichen. Das ist nicht vielen Leuten eigen. 

9 Verfilmung
Ein Wort dazu: Nein.
Ich denke nicht, dass ich das möchte. Ich kann nicht mal sagen warum. Wenn schon keine Buchstaben mehr, dann vielleicht in Form eines Comics. Nicht mal ein Manga, sondern ein klassischer Comic. Düster und grau, das passt in meinem Kopf viel besser zusammen als ein Film. 

10 Cover
Ist in Arbeit, wird aber noch nicht gezeigt =P So viel sei verraten: Es passt zum ersten. Logischerweise, bei einer Reihe … 

11 Arbeitsplatz
Überall? Sofa, Bett, Leseecke. Küchentisch, Hängematte. Wo ich eben gerade Platz finde. Laptop oder Plotbuch, Musik, passt. 

12 Grundidee
Hab es nachgeschlagen: Für den zweiten Band entstand die Grundidee 2006/2007. Wobei die Charaktere ein Stück älter sind. Aber mit dem Hauptthema, um das sich der Krimiteil diesmal dreht, habe ich mich in den beiden Jahren besonders auseinandersetzen müssen.   

13 Dein Prota im Restaurant
Kommt tatsächlich öfter vor =D Also in den Büchern. Meistens Sushi übrigens, da ist wohl was von seiner Zeit in Tokio hängengeblieben. Auffallen würde er vermutlich niemandem von euch. Eben ein ganz gewöhnlicher Restaurantbesucher wie du und ich.

14 Liebste Eigenschaft am Prota
Oha, gute Frage. Ich denke, seinen Zynismus. Und die selbstironischen Sichtweisen, die er an den Tag legen kann. Wenn er will. 

15 Method Acting-Arbeitsplatz
Ein Laptop, Kopfhörer, Tee. Im Büro nach Dienstschluss, am hoffnungslos mit Akten überladenen Schreibtisch, zwischen den ausrangierten Möbeln auf dem zugestellten Dachboden der Gris-Zentrale oder vielleicht überhaupt nicht in dieser Welt? Hauptsache ruhig.

16 Jahreszeit
Für #Scherbenrausch eindeutig Frühjahr. Die Geschichte spielt im März und April 2008. 

17 Setting und Welt
»Denkst du, du kennst die Wahrheit über deine Welt?
Was, wenn ich dir erzähle, dass innerhalb eurer menschlichen Gesellschaft eine weitere existiert? Eine, die aus all dem besteht, was ihr für obskure Horrorgeschichten und düstere Märchen haltet? Magier, Werwölfe, Dämonen …« Tja, das beschreibt es vermutlich recht gut. 

18 Farbe
»Es gibt immer einen Blickwinkel, aus dem es vollkommen anders wirkt und dann wird Weiß zu Schwarz und Schwarz zu Weiß und am Ende ist doch alles …
 grau.« 

19 Lieblingsschnipsel
»Alles in Ordnung?«
Diesmal nickte ich. »Ich hab vor ein paar Tagen versehentlich einen Dimensionsriss verursacht. Was erwartest du?« Die vorgeschobene Gelassenheit hatte ich heute eindeutig nicht gepachtet. Bevor ich weiteren Schund von mir gab, schlug ich den Weg Richtung Treppen ein. Wir waren schließlich nicht ohne Grund hier.

20 Tiere
Die Geschichte bietet einigen Wandlern mit unterschiedlichsten Tiergestalten ein Zuhause zwischen den Zeilen. Wenn ich die wichtigsten nennen sollte: Krähe und Wolf. Erstere, weil es Vanjars häufigste Wechselgestalt ist und zweitere … ähm, Spoiler =D.

21 Besonderheiten
Oha. Vielleicht, dass ich im zweiten Band versucht habe all das umzusetzen, was im ersten an Kritik an mich herangetragen wurde. Schließlich ist Schreiben zu einem gewissen Teil Handwerk und man kann sich immer verbessern und dazulernen.

22 Was fällt dir leicht/schwer
Definitiv mehr schwer als leicht. Ich denke, Beschreibungen bekomme ich ganz gut hin. Vielleicht sogar etwas zu gut? An Dialogen und Actionszenen tue ich mich hingegen schwer. 

23 Gegenstand für deinen Prota
MP3-Player und Kopfhörer. Die Playlist: ziemlich wirr, durch alle möglichen Genre und Sprachen gemixt. 

24 Musik
Wo wir gerade beim Thema waren … Bei diesem Projekt mal wieder erstaunlich viel Yann Tiersen. Dazu kommen Grandson, Sam Tinnesz, The Score, Audiomachine und natürlich die Texte von Nico Maus =D Wenn ich ein Lied heraussuchen soll, ist es wohl am ehesten I Know Your Secrets (Tommee Profitt feat. Liv Ash)

25 Deine vorherigen Werke
Band I der WeltenWechsler Akten: Narrenlauf

26 Ein Brief an deinen Prota
Einen Brief, für dich.
Ausgerechnet. Vermutlich findest du das genauso amüsant wie ich.
Ja, ich weiß, aber lass es mich zumindest versuchen.
Also: Ich habe so einige dieser Briefe gelesen, die Autoren für ihre Protagonisten geschrieben haben. Sie loben sie, sie feuern sie an, sie sprechen ihnen Mut zu. Was ich hingegen sagen könnte, weißt du ohnehin schon alles. Also wie wäre es mit einem schlichten »Danke«? Wofür? Dass deine Stimme schon so viele Jahre in meinem Kopf herumschwirrt und einfach die Klappe nicht hält, bis ich schreibe? Ja, das auf jeden Fall. Und sonst? Womöglich interessiert das hier jetzt den ein oder anderen, aber da du und ich es ziemlich genau wissen, ist das alles, was ich dir zu sagen habe. Sollen sie rätseln. 

27 Beim Schreiben nicht fehlen darf …?
Musik. Decke. Tee. Meistens ist es um mich herum sehr laut. Ich arbeite viel im Homeoffice und in unserer Künstler-WG ist ständig etwas los. Leise gibt es in diesem Haushalt einfach nicht. Besonders dann hilft mir die Musik, mich zu konzentrieren. Der Tee gehört quasi zu allem, was ich so mache dazu, also auch zum Schreiben. Bei einem Verbrauch von zwei bis drei großen Kannen am Tag wohl kaum verwunderlich.

28 Schnipsel von zuletzt Geschriebenem
»Wer?«
Ehe ich mir eine Ausrede einfallen lassen konnte, schälte sich ein Schatten aus dem Spalt der angelehnten Tür. Lange Spinnenglieder, die sich aus der Nische streckten, um zwischen Leonard und mir Gestalt anzunehmen. Begleitet vom dunklen Grollen der notwendigen Antwort.
»Ich.«

29 Pflanzen
Öhm … Tatsächlich spielen Pflanzen vor allem für magische Rezepturen eine Rolle. Jede Menge natürlich vorkommende Ressourcen haben in der richtigen Mischung, Dosierung und Anwendung entsprechend nützliche Eigenschaften und sowohl Protagonisten als auch Antagonisten machen sich diese zunutze. Das so etwas nicht immer positive Auswirkungen hat und jedes Gift die Dosis macht, ist eine Kehrseite der Medaille, die in #Scherbenrausch durchaus öfter zur Sprache kommt. 

30 Stand und Ausblick
Aktuell hat #Scherbenrausch 38 Kapitel, 95 497 Worte und die Rohfassung soll bis Dezember 2018 fertig sein. Die Veröffentlichung steht bis November 2019 an. 

Von Löchern und Wortzahlen

Oder auch: wenn alles daherschleicht

»Ich hänge … wie eine Glocke.«
Zur Zeit sage ich diesen Satz viel zu oft. Ja, ich sitze jeden Tag vor diesem Manuskript und ja, ich stehe jeden Morgen früh auf, um meine Arbeit zu erledigen und danach zu schreiben. Und doch geht es nicht voran.
In diesem Jahr ist das Sommerloch besonders groß. Erst die Hochzeit mit allem drum und dran, dann läuft jetzt der Trainingsendspurt zur deutschen Meisterschaft Anfang September … und allgemein bin ich ja keine schnelle Schreiberin. Also das mit dem Tippen geht ziemlich zügig, ich weiß bloß viel zu oft nicht was. Nein, eher: nicht wie. 
Da sind all die Szenen in meinem Kopf, der Plot mit den ganzen Notizen schlummert in meinem Plotbuch und trotzdem sitze ich vor der Tastatur und das alles will sich nicht in brauchbare Sätze verpacken lassen. Warum auch immer.
Nicht selten lese ich von Kollegen, die verzweifeln, weil sie nur 500 oder 1000 Wörter pro Tag schaffen. Falls ihr das hier sehen solltet: Seid getröstet, bei mir sind es deutlich weniger. Zumindest in der reinen Buch-Arbeit. Für Auftragstexte und Zeitungsartikel bekomme ich die locker zusammen –
Aus genau dem Grund habe ich schon während der Arbeit an Narrenlauf beschlossen, nicht mehr täglich auf die Wortzahlen zu schauen. Mich persönlich setzt das eher unter Druck, als zu motivieren. Ganz ohne klappt es dann allerdings auch nicht. Momentan rechne ich in Zehntausender Schritten, um auf meine Deadline zuzarbeiten. Die Rohfassung von #Scherbenrausch soll bis November fertiggestellt sein. Mal sehen, was daraus wird. Im aktuellen Tempo ein sportlicher Plan. Mal sehen, was daraus wird.

So viel zu Schreibmenge und -Geschwindigkeit. Von der Qualität war ja noch gar keine Rede. Ein besonders beliebter Leitspruch ist hier wohl: Qualität statt Quantität. Dem stimme ich sogar zu. Vorausgesetzt, das „Wenige“ erfüllt auch die entsprechenden Ansprüche. Mir mag das nicht immer gelingen. Viele sagen dann: „Dazu gibt es schließlich Überarbeitungen!“ Ja – und nein.
Also ja, in gewissem Maße mag das stimmen. Es muss nicht von Anfang an perfekt sein. Aber wenn ich mir absoluten Stuss zusammenschreibe, endet es bei der Überarbeitung auch nur damit, dass ich die Szene lösche und neu schreibe. Dann hätte ich es gleich lassen können.
Ein Patentrezept dagegen habe ich noch keines gefunden. Irgendwann gehen diese Phasen vorbei. Irgendwann geht es wieder besser. Bis es so weit ist, setze ich mich jeden Tag hin und versuche es weiter. Denn wirklich schlimm ist es erst, wenn ich das Manuskript erst gar nicht mehr anschaue (was mir bisher zum Glück noch nie passiert ist.)
Und wie steht es mit Pausen? Gute Frage. Diese Woche läuft dazu ein Test. Wir sind aktuell in der Schweiz unterwegs. Den Laptop hab ich einfach mal eingesteckt, allerdings ohne die Erwartungshaltung ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Immerhin bekommt ihr heute einen News-Beitrag. Außerdem habe ich gestern einen spontanen Design-Auftrag abgestaubt und gleich heute Mittag einen Flyer fertiggestellt. Den Rest der Zeit verbringen wir übrigens mit Essen, wandern und in der Sonne sitzen =D

Fanart

Richtig gelesen. Mir wurde doch tatsächlich Groupie-Post zugespielt.

Ja, so in etwa habe ich auch geguckt. Das erste Bild war ein Geburtstagsgeschenk. Das zweite kam einfach so. Vollkommen unerwartet. Ich saß gerade mitten in der Stadt, habe mein Telefon angestarrt, als käme es von einem anderen Stern und hatte tatsächlich Freundentränen in den Augen. Die Bilder passen, um es mal klischeehaft zu formulieren, wie die Faust aufs Auge. Wie die Würstchen in die Pfanne. Wie der Spinat zum Spiegelei.

Gemalt wurden sie von der wunderbaren Künstlerin und Autorin Zimtwuerfel. An dieser Stelle noch einmal ein offizielles herzliches DANKE =D Wer spicken will: ihr findet sie auch auf Twitter und Instagram. Folgen lohnt sich!

So. Genug geschwärmt. Schaut selbst:

 

Die Stille wird kommen…

Oder auch: Warum es die letzten Wochen hier so still war

»Ich hätte gerne mal wieder einen Arbeitstag unter 14 Stunden. Und Zeit, um an meinem aktuellen Manuskript zu arbeiten =( Ist aber leider grade nicht drin.« 

Das habe ich vergangenen Dienstag getwittert, irgendwann gegen 7 Uhr in der Früh. Davon abgesehen hätte ich auch gerne wieder mehr Zeit für Marketing, Blogeinträge und RPG. Aber aktuell liegen die Prioritäten schlicht anders. Der Brotjob nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch, die Buchhaltung will gemacht werden und die Deutsche Meisterschaft steht vor der Tür. Auf privat-familiärer Ebene ist noch wesentlich mehr los und so kommt aktuell einiges zu kurz. Nein, das hier soll kein Jammer-Beitrag werden, in dem ich mich darüber auslasse, wie schwer doch das Leben als Selbstständige ist. Ich bin mit der Entscheidung nach wie vor zufrieden. Natürlich ist es mal mehr und mal weniger stressig. Das ist in jedem Job so.
Ich gehöre außerdem zu den Leuten, die nicht auf Teufel komm raus irgendetwas posten. Dann ist es auf den Social-Media-Plattformen eben ruhiger. Diesen Stress will ich mir schlicht nicht antun. Allerdings ist es durchaus fair zu erklären, warum ich aktuell so wenig aktiv bin. Mir fehlt (mal wieder) schlicht die Zeit. Das ist alles.

Auch wenn ich gerade wenig Zeit zum Schreiben am aktuellen Manuskript habe, ist es in meinem #autorenleben nicht vollkommen still geworden. In der St. Ingberter Rundschau erschien in der Mai-Ausgabe ein Artikel über meine Buchspende an die Stadtbücherei. Am 5. Mai durfte ich meine erste Lesung bei Dragonlord Games lesen. Ein Interview für die Saarbrücker Zeitung gab es ebenfalls und für August wurde ich für eine weitere Lesung angefragt (Details dazu folgen). Viele signierte Exemplare von Narrenlauf sind zu den Lesern unterwegs – ich kann mich also nicht beschweren. Die nächste Ladung Bücher ist gerade unterwegs zu mir.

Von daher bitte ich an dieser Stelle für die aktuell nur mäßig tröpfelnden News nun ganz offiziell um Entschuldigung =D Es kommen auch wieder bessere Zeiten, versprochen. Per Mail bin ich natürlich immer zu erreichen.

Liebe Grüße
Carolin Summer

Ein paar Eindrücke der Lesung am 5. Mai:

Lesung

am 5. Mai 2018 um 18 Uhr …

… darf ich bei Dragonlord Games in St. Ingbert für euch aus meinem Debütroman Narrenlauf vorlesen. Der Eintritt ist frei, solange die Stühle reichen.

Für ein paar Snacks und Getränke wird auch gesorgt. Wenn alles gut läuft, habe ich sogar noch eine kleine Überraschung für euch parat =D.

Ansonsten heißt es zuhören, entspannen und euch in meine Buchstabenwelt mitnehmen lassen.

Wir freuen uns auf euch!

Autorenleben [Tag]

Mein erster Tag hier =D

Inspiriert von dem tollen Video auf dem Kanal von Katrin Ils
Viel zu sagen gibt es da nicht – 10 Fragen, meine Antworten. Los gehts: 

Was isst und trinkst du, während du schreibst?
Tee. Jede Menge davon. Egal welche Sorte und zu welcher Uhrzeit. Hauptsache literweise Tee.
Essen… eigentlich nichts. Nicht beim Schreiben. Es sei den, mein Chaos-Duo vertilgt gerade Tütenweise Schokocroissants und ich ertrage es nicht länger… Dann stopfe ich hinter jedem geschriebenen Satz Schokolade in mich hinein.

Was hörst du, während du schreibst?
Diverse Playlists. Von Instrumentalen Stücken wie Film- und Spielesoundtracks über Songs aus unterschiedlichen Genre hinweg … Das kommt ganz auf die Szene an. Tatsächlich sind die Listen nach Projekten und Charakteren gegliedert. Das kuriose daran ist meist eher die verquere Mischung der Titel. Von Metal über Gothic zu Blues, Reggae und Indie-Pop. Dabei ist mir vollkommen egal, ob und und wenn ja in welcher Sprache gesungen wird oder ob die Geschwindigkeit zur Szene passt etc. Meist sind es tatsächlich die Texte, die ausschlaggebend sind.

Die größte Ablenkung beim Schreiben?
Hm. Schwierig. Ich habe über die Jahre der Azubi-WGs, Wohnheimzimmer, Pendlerzeiten und WG-Leben gelernt bei quasi jeder Umgebung zu schreiben. Was allerdings häufig passiert ist, dass ich mich in Zwischenrecherchen verliere. Vorzugsweise auf Google Maps, der arte-Mediathek oder auf YT-Kanälen von Harald Lesch und Co. xD.

Das schlimmste, was dir beim Schreiben passiert ist?
Kurz nach der Speicherung meines Datensatzes von Narrenlauf beim Verlag habe ich die Originaldatei des Manuskripts auf meine Festplatte kopiert – wobei mein PC sich dermaßen verschluckte, dass er den Vorgang abgebrochen hat. Danach ließ sich das Original nicht mehr öffnen. Etwa ein halber Tag finale Änderungen sind somit im Nirwana versunken. Immerhin hatte ich noch das PDF und konnte alles halbwegs nachvollziehen. Trotzdem saß ich erst mal vor meinem PC und hab saftig geflucht. Zum Glück hat das mitten in der Nacht keiner gehört.

Was ist das Beste, was dir beim Schreiben passiert ist?
Die Reaktion meines Besten Kumpels, nachdem er das fertige Buch zum ersten Mal aufgeklappt hat. Bis zu dem Zeitpunkt wusste er nämlich nicht, dass sein Name gemeinsam mit dem meines Mannes in der Widmung auftaucht. „Überrascht“ wäre wohl eine maßlose Untertreibung. Außerdem bin ich jetzt einen Entschädigungs-Apfelkuchen schuldig.

Mit wem besprichst du deine Schreibprojekte?
Mit eben genanntem bestem Kumpel und Schreibbuddy. Danach eine ganze Weile mit niemandem, bis irgendwann die beiden Alpha-Leserinnen an der Reihe sind. Da steht dann allerdings der Plot schon (Was nicht heißt, dass ich ihn nicht wieder über den Haufen werfe).

Was ist deine größte Schwäche?
Ausschweifende Erklärungen. Ich lese sie gerne und schreibe sie noch viel lieber. In Kombination mit der Labertasche von Protagonisten aus dessen Perspektive ich aktuell berichte… Na ja. Daran muss ich dringend arbeiten. Ich sollte mich kürzer fassen. Merkt man, dass ich sonst Berichte und Artikel schreibe? Ähm ja … Definitiv. Ach so: und Dialoge üben.

Woher kommt deine Inspiration?
Von überall =D Das können simple Dinge sein wie eine leere Straße mit defekten Laternen durch die ich auf dem Nachhauseweg laufe, der Güterzug neben dem ich auf meine Anschlussbahn warte, die Akustik einer Kampfszene im TV oder eine besonders leckere heiße Schokolade. Mein Kopf produziert ständig irgendwelche Sequenzen, die ich in Geschichten verpacken könnte. Das ist auch der Grund, warum ich meistens ein Notizbuch mit mir herumtrage oder mal am Handy versumpfe um etwas aufzuschreiben.

Was tust du, was super nervig ist?
Ausschweifen. Das hatten wir beim Thema Schwäche schon. Außerdem quassele ich meine Alphaleser durchaus mit Charakterdetails und Hintergrundinfos zu, die in den Büchern nie Erwähnung finden werden, für mich beim Schreibprozess aber wichtig sind. Vergebt mir xD ich bin eine Quasselstribbe. Übrigens auch, wenn ich nervös bin.

Teilst du Sachen, die du schreibst, während du schreibst?
Jain. Ich teile Passagen, die ich schreibe und die so auch in die Manuskripte passen, aber nicht immer auch darin Platz finden. Meist sind die [TeXtScHnIpSeL] die ich verteile spontane Ideen aus meinen Notizbüchern. Worauf ich dabei Wert lege: Sie spoilern nie den eigentlichen Hauptplot und nur äußerst selten fallen überhaupt Charakternamen.

So, das wars auch schon. Wer selbst Lust hat, die Fragen zu beantworten, darf sich hiermit gerne getagt fühlen =D.

Fast ein Monat …

… ist seit der Veröffentlichung von Narrenlauf inzwischen vergangen. 

Was seitdem passiert ist?

# Eines meiner Vorab-Exemplare ging an die Weltenbibliothek. Florians Rezension brachte Narrenlauf gleich zum Erscheinungstag dank Nerd-Humor, Cover-Minimalismus (und abzüglich ein paar Schönheitsflecken) vier von fünf Herzen ein, über die ich mich besonders gefreut habe.

»Insgesamt war Narrenlauf ein hervorragendes Lese- und Reiseerlebnis, das seinen Platz neben Victoria Schwab redlich verdient hat.« (Weltenbibliothek, Florian Eckhardt)

# Bisherige Bewertungen, die auf Amazon, Thalia und Hugendubel eingetrudelt sind, übertreffen übrigens meine Erwartungen bei weitem. An dieser Stelle sei all den Bewertern da draußen von Herzen gedankt =D 

# Immer wieder wurde ich nach Flyern und Leseproben gefragt. Unter anderem liegen inzwischen welche in lokalen Buchhandlungen, aber auch im Saarländischen Biermuseum, an einigen Schulen und bei Get it, don’t Copy.

# Noch vor der Veröffentlichung am 18. Februar gab es einige Direktbestellungen signierter Exemplare, die es nach diversen Verzögerungen der Druckerei alle heil auf den Weg in die Post geschafft haben (siehe Die Odyssee der verschollenen Bücher). Tatsächlich habe ich inzwischen sogar alle Hardcover verschickt, die erst am 1. März hier angeliefert wurden. 

# Eines der Taschenbuch-Exemplare schlummert (dokumentiert für die kommenden Generationen) im Archiv meiner Heimatstadt.

# Außerdem besitzt auch die Stadtbibliothek seit heute eine Auflage der ersten WeltenWechsler Akte. Die Übergabe meiner Buchspende war gleichzeitig die Romanvorstellung für einen Pressetermin. Somit hätte ich also auch mein ersten Interview hinter mich gebracht. Eine ganz schön seltsame Angelegenheit, wo ich doch normalerweise diejenige bin, die Fragen stellt und Notizen macht, um alles in einen Artikel zu packen. 

# Ein absolutes High-lite war das erste Unboxing-Video. Sogar gleich als Instagram Story – von niemand geringerem als Autorenkollege Benjamin Spang. Bessere Werbung kann man sich gar nicht wünschen. 

# Auch die vielen Fotos und Kommentare der Leser auf Instagram und Twitter haben mich sehr gefreut =D 

# Eine E-Book Version des Buches wird ab April die erste Lektüre eines echten Welt-Bummlers werden und eine Europatour unternehmen, wovon ich hoffentlich jede Menge Fotos zu sehen bekomme. Unter anderem natürlich in Paris =D.

# Und dann hat es mich heute Mittag fast aus den Socken gehauen. Ich habe Narrenlauf nämlich im Fantasy-Regal der Buchhandlung Friedrich entdeckt. Sowohl als Taschenbuch als auch als Hardcover. Mitten zwischen Werken von Markus Heitz, Liza Grimm, Kai Meyer, Bernhard Hennen und all den anderen großen Namen.

Summ[er] summarum kann ich mit dem ersten Monat als veröffentlichte Autorin also vollkommen zufrieden sein. 

Narrenlauf im Fantasy-Regal

Narrenlauf im Fantasy-Regal

Get it, don’t Copy!

Heute möchte ich euch ein frisch gegründetes Unternehmen aus meiner Heimatstadt vorstellen, das mich in dieser Woche besonders beeindruckt hat. 

Um wen geht es überhaupt? 

Eine vierköpfige Crew aus St. Ingbert, die eine Vision in die Tat umsetzt. Mit der Idee für einen Shirt-Aufdruck fing es an. Vor fast zwei Jahren. Inzwischen ist daraus eine eigene Marke geworden. Get it, don’t Copy.
Lifestyle und Mode, geprägt von Selbstverwirklichung, Individualismus und Inspiration. Ihre Vision: In Zeiten, in denen hauptsächlich aus sozialen Medien kopiert wird, die eigenen Werte ins Zentrum stellen. Sie verschreiben sich Fairness, Toleranz und Respekt.

Wie, was und für wen?

Der Leitspruch und Markenname ist gleichzeitig das Motiv auf den Produkten. Aktuell stehen Shirts für Damen und Herren, Hoodies und Bags (alles jeweils in schwarz und weiß) im Onlineshop zur Verfügung. Das besondere an den Klamotten: Sie sind fair gehandelt. Die Crew legt Wert auf Nachhaltigkeit. Sie haben sich ausschließlich Kooperationspartner ausgesucht, die ihre Vision teilen. So steht „GIDC“ ebenso für eine Einstellung gegen Rassismus und Unterdrückung.
Alle Textilien sind von der FairWare Foundation zertifiziert. Aktuell beziehen sie umweltfreundlich hergestellte Kleidung aus Berlin, die in einer der ersten Druckereien mit dem umweltverträglichen Global Organic Textile Standard bedruckt wird und auch die Verpackung ist komplett kompostierbar und zu einhundert Prozent plastikfrei. Stattdessen werden nachwachsende Rohstoffe verwendet.

Das Lager ist gefüllt, der Verkauf läuft.

Damit soll aber noch lange nicht Schluss sein. Für die kommenden Monate ist jede Menge geplant. Kleidung aus Recycling-Material, wie Shirts aus Plastikflaschen oder Schuhe aus alten Isomatten sind eine Idee. Dafür sollen Kooperationen mit unterschiedlichen Künstlern aus dem Saarland entstehen. Vielfältige Kollektionen in Zusammenarbeit mit anderen Freigeistern erstellen, lautet der Plan. Egal ob Musiker, Schmuckdesigner oder eine sonstige Kunstform. Get it, don’t copy hat sich nicht nur Fairness auf die Fahnen geschrieben, sondern auch soziales Engagement. Vernetzung und Arbeit für einen guten Zweck.

Was mit dem Gewinn passiert …

Was von den Einnahmen nicht in weitere fair gehandelte Produkte investiert wird, geht regelmäßig in Form von Spenden an gemeinnützige und wohltätige Organisationen. Darunter an Größen wie Viva con Agua oder Dr. Schales. Die Vision auf der Website des Onlineshops fasst es zusammen: „Hört auf zu kopieren. Kapiert, was Menschen die euch Inspirieren tun und baut darauf eure eigenen Werte, Ideen und Projekte auf. Teilt was ihr habt mit Menschen die weniger haben als ihr. Engagiert euch, setzt euch ein für das was euch bewegt und bewegt damit selbst etwas.“

Na? Neugierig geworden? Wer vorbeischauen mag, einmal hier entlang.