Cover-Reveal zu Ascheseelen

Band III der Akten erscheint im Herbst. Das Lektorat ist geschafft, die restlichen Termine stehen. Das Cover auch. Und ein 23. War noch nie ein schlechter Tag für eine Veröffentlichung =D

Deshalb bekommt ihr heute das Kleid zu Ascheseelen zu sehen. Tadaaa:

Die aktuelle Lage

Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen und Verdiensteinbrüche

Covid-19. Zur aktuellen Situation der Pandemie muss ich mich wohl nicht auslassen. Es ist Ende März, in unserem Bundesland besteht seit einer Woche die Ausgangsbeschränkung und wir versuchen alle so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Wenn wir einkaufen gehen, halten wir Abstand von mindestens anderthalb Meter und Händewaschen ist mehr Pflicht dennje. Eindeutig notwendige Maßnahmen, die oft nicht ernst genug genommen werden. Wir versuchen die Risikogruppen unserer Familien zu meiden, halten Kontakt zu ihnen per Telefon. Ihr kennt es alle.

Vor einer Woche sind wir umgezogen. Drei Monate Planung, alles sauber organisiert, inklusive Verpflegung für die Helfer, Amtsbeantragung für die Sperrung der Parkplätze vorm Haus, ein gemieteter Sprinter und so weiter. Letztendlich mussten wir alles über den Haufen werfen. Am Nachmittag vorm Hauptumzugstag kam die Meldung der Ausgangsbeschränkung. Details kannte zu diesem Zeitpunkt keiner. Nur der Hinweis der Ämter: Es kann sein, dass wir am nächsten Tag nicht weitermachen dürfen. Vielleicht. Vlielleicht auch doch. Sonst wusste keine öffentliche Stelle etwas zu sagen. Wenn sie denn überhaupt noch geöffnet hatten. Also haben wir in einer spontanen Hauruck-Aktion unser Hab und Gut an einem Nachmittag mit fünf Leuten verfrachtet. Fragt nicht, das war ganz schön der Horror.

Jetzt sitzen wir auf einem Haufen Arbeit. Möbelhäuser und Wertstoffhof sind geschlossen, Ämter zur Ummeldung ebenfalls. Die alte Küche dümpelt auf ebay herum, aber Käufer finden sich aktuell natürlich keine. Eine gesamte Küche kann leider nicht einfach verschickt werden. Und dann ist da das Thema „Soforthilfe“. Die wirtschaftliche Seite der Pandemie.

Ich bin selbstständige Freiberuflerin. Ohne Gewerbeanmeldung, noch nicht umsatzsteuerpflichtig. Und mir sind inzwischen sämtliche Jobs weggebrochen. Keine Aufträge mehr von der Zeitung. So geht es vielen freien Journalisten. Die Leipziger Buchmesse hat natürlich ein fettes Loch gerissen, keine Lesungen, keine Signierstunden, keine Podiumsdiskussionen, keine Buchverkäufe am Stand. Damit bin ich nicht alleine. Die meisten meiner Kunden für Grafik-Arbeiten sind verlagsunabhängige Autoren, die mit den selben Einbußen zu schaffen haben. Da sie mich nicht bezahlen können, stornieren sie ihre reservierten Grafik-Slots. Verständlicherweise. Mir stand diese Rechnung ebenfalls bevor.  Noch muss ich keine meiner Aufträge für Lektorat, Korrektorat und Satz stornieren. Bisher. Ich hoffe, dass es so bleibt. Denn die Veröffentlichungen als Autorin sind alles, was von meiner Selbstständigkeit übrig ist. Zwei Jahre, deren Ertrag mir gerade unter den Fingern hinwegbröselt. Unser Bundesland bietet seit dieser Woche ein Soforthilfepaket an, allerdings habe ich gleich mehrere Tage recherchieren und mit den entsprechenden Service-Hotlines des Wirtschaftsministeriums telefonieren und mailen müssen, um herauszufinden, ob und ab wann ich Anspruch auf eine Zahlung habe. Inzwischen weiß ich bescheid, einfach war das allerdings nicht. Und nein, derzeit darf ich noch keinen Antrag stellen. Das hängt damit zusammen, dass ich verheiratet bin und mein Mann Angestellter ist, aber das führt hier zu weit. Fakt ist, dass meine Rechnungen nicht schrumpfen. Das Lektorat steht an, denn wenn dieses Jahr sonst schon so viel auf der Strecke bleibt, Band III der Akten soll erscheinen. Und ich möchte auch die Kollegen unterstützen, denen es so geht wie mir und bei denen ich schon im Oktober die Zeitslots gebucht habe. Nun, ich werde die nächsten Wochen sehen, wie es weitergeht.
In ein paar Tagen kommt Ascheseelen von den Testlesern zurück und zum ersten Mai geht das Manuskript ins Lektorat. Schauen wir, was die Zeit bringt.

Bis dahin wünsche ich allen Kollegen und Betroffenen viele Verkäufe und starke Nerven.

Leipziger Buchmesse

In vier Wochen ist es so weit: Die Buchmesse Leipzig findet vom 12. bis 15. März statt – und dieses Jahr bin ich mit dabei – und hier werde ich zu finden sein:

Während aller Messetage gibt es meine Bücher am Stand
»Phantastische Welten« K 407 in Halle 5.
Ja, auch dieses Mal sind von »Scherbenrausch« Sonderauflagen mit Farbseiten zu bekommen. Für die LBM ging extra eine neue Sonderauflage raus.

Persönlich werde ich von Freitag Abend bis Sonntag vor Ort sein.

Freitag, 13. März – 20:00 9lesen
Neun Autoren, neun Geschichten aus veröffentlichten und unveröffentlichten Werken. Wo? Im Café Eigler (Jahnstraße 61, 40177 Leipzig). Wann? Ab 20:00 (Einlass 18:30). Wenn ihr wissen wollt, wie das LineUp in diesem Jahr aussieht, schaut doch einfach bei 9lesen vorbei.

Samstag, 14. März – 12 bis 13 Uhr
Eine ganze Stunde Zeit zum Treffen, Quatschen und Bücher signieren bei »Phantastische Welten« Stand K407 Halle 5. Ich freue mich schon auf euren Besuch.

Samstag, 14. März – 15:30 Uhr
Panel »Barrierefreies Lesen« mit Tolino und dem DBSV (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband). Gemeinsam sprechen wir über Bedürfnisse und Chancen von barrierefreiem Lesen und ich berichte von meinen Erfahrungen als Betroffene Leserin und Autorin.

Ich freue mich auf die Treffen mit vielen Lesern und Kollegen!

Die Frankfurter Buchmesse

Oder auch: Kapitulation vor der Sardinenbüchse

Die größte Fachmesse für Literatur. Fünf Tage, ein riesiges Messegelände, Verlage aus aller Welt und jede Menge Literaturbegeisterte: Zum 71. Mal fand die Frankfurter Buchmesse statt und verzeichnete im Jahr 2019 ein deutliches Besucherplus.
1,8 Prozent an den Fachbesuchertagen (Mittwoch bis Freitag), 9,2 Prozent an den offenen Tagen (Samstag und Sonntag). Insgesamt kamen 302 267 Menschen – was immerhin 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr waren (Die offiziellen Zahlen findet ihr HIER).
Der Beweis, dass die Bücherbegeisterung nicht nachlässt – und eigentlich ein Grund sich zu freuen. Leider sind aber genau diese Zahlen auch ein Punkt, der mir Sorgen bereitet hat. Sogar noch ehe ich sie im Detail kannte.

Aber von vorne: Die drei Fachbesuchertage waren voller Begegnungen, neuer Ideen und toller Gespräche. Auch hier war schon einiges los, viele Menschen in den Hallen, aber es fand sich immer ein Weg, wenn es schnell von Termin zu Termin oder in einer kurzen Pause zur Toilette gehen musste.

An den beiden Wochenendtagen sah es dann anders aus. Zum ersten Mal war der Verkauf bereits Samstags geöffnet. Anders wie bei Messen mit einer zentralen Verkaufsstelle hatte in Frankfurt jeder Stand seine eigene Kasse. Also gab es bei jedem eine eigene Schlange. Dazu kamen die Signierstunden. Auch hier: Jede bei ihrem Verlag, keine ausgelagerten Signierzelte (etwa auf der Agora zwischen den Hallen). So passierte es durchaus, dass in einem Gang zwei Bestseller bei unterschiedlichen Verlagen zur gleichen Zeit zum Unterschreiben paratsaßen und alleine die Schlangen zu ihnen den Gang fast komplett füllten. Dazu die Laufkundschaft. Es gab kein Durchkommen mehr. Besonders auf den Kreuzungen zwischen den Gängen steckten die Leute schnell ohne Chance auf ein Vorwärtskommen fest. Besonders schlimm war es in den Hallen mit den großen Publikumsverlagen in den Hallen 3 und 4. So überfüllt, dass an den Rolltreppen Security-Personal postiert wurde, das den Ansturm regelte. Einfach weil schon im jeweiligen Foyer so viel los war, dass es nicht verantwortbar war, mehr Leute hineinzulassen. Richtig schlimm war es wohl für Menschen mit Einschränkungen oder kleinen Kinder und Eltern mit Kinderwagen. Gerade am Samstag machte es auf mich den Eindruck, die Messe war von der Menge überfordert. Auch im Nachhinein bin ich der Meinung: für die kommenden Jahre sollte ein Konzept erarbeitet werden, den Andrang besser zu verteilen. Etwa die Messe auf weitere Hallen ausdehnen (Halle 1 war z.B. geschlossen), Verkäufe und Signierstunden auslagern o.ä.

Was mich außerdem geschockt hat, war der Umgang mit den Büchern. Aufwändig dekorierte Präsentationstische und Regale wurden durchwühlt wie die Aktionsecke bei Discountern. Bücher lagen am Boden, wurden nicht aufgehoben und mit Füßen getreten, Andere wurden beschädigt, Seiten rissen, Einbände verknickten und manche verschwanden einfach ganz in den Taschen dreister Leute.

Nach zwei Stunden saß ich samstags mit dem Gedanken draußen auf einer Mauer, nach Hause fahren zu wollen. Am besten auf der Stelle. Kapitulation von dem Messechaos, die mit den bereits vereinbarten Terminen natürlich nicht umzusetzen war. Außerdem entsprach das auch nicht meinem Plan. Ich hatte Übernachtungen bis Montag gebucht, die Rückfahrt auf den Montag Vormittag gelegt. Den Sonntag als Terminfrei eingetragen. Also ging der Tag weiter, aber der Gedanke abzubrechen ließ mich nicht los. Ich habe lange gegrübelt,  gehardert und nach Messeschluss schließlich ein neues Zugticket gebucht. Am Sonntag war ich nicht mehr auf der Messe. Ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Genau wie einen Entschluss für das kommende Jahr: Keine Privatbesuchertage mehr für mich. 2020 werde ich nur Mittwoch bis Freitag da sein.

So hatte die FBM19 für mich also tolle, aber eben auch unschöne Seiten, aus denen ich meine Konsequenzen ziehen werde. Schade, denn die vielen tollen Menschen aus der Bücherbubble zu treffen ist natürlich etwas ganz besonderes.

Messe-Fa(rk)zit

Die FaRK 2019
Vom 23. bis 25. August 2019

Die Kurzfassung? Buchgeburtstag und Premierelesung auf das erste Messewochenende in diesem Jahr. Ja, das war nettes Timing (und um es gerade heraus zu formulieren: arschknapp).
Nach einer Lieferung Hardcover-Fehldrucke kam das letzte Buchpaket am 23. hier an. Dem Veröffentlichungstag von Scherbenrausch, an dem ich meinen Tisch in der Phantastischen Bibliothek der Wassergärten aufgebaut habe. Zum Glück mit jeder Menge Unterstützung von Bene, den wunderbaren Kollegen Kia Kahawa und Benjamin Spang (Lieben Dank an dieser Stelle!). 
Passenderweise habe ich mir natürlich – wie bei fast jeder Lesung bisher – eine saftige Grippe eingefangen. Über den ganzen Trubel hinweg war die Messe dann aber ein riesen Erfolg. 

Fangen wir gleich mit dem Besten an:

3 Tage.
55 000 Besucher.
Freiwillige Spenden statt Eintrittsgelder:
107 579 Euro

Die gehen jetzt an Kinderhilfsprojekte weltweit. Viele, die dieses Jahr zum ersten Mal da waren, haben die Größe unterschätzt. Das Gelände bietet mehr als 20 000 qm und es wird wirklich jede Ecke genutzt. Drinnen und draußen.
Gerade für die Endzeitler gibt es keine bessere Location als die Wassergärten.
Was ich unterschätzt habe, ist die Menge verkaufter Bücher. Auf der FaRK sind alle Variationen gelebter Fantasy vertreten und viele lieben es, in diesem Genre zu lesen. Gerne auch Hardcover. Für Sonntag musste ich erst mal ordentlich Büchernachschub holen. Auch die Vorbestellerliste wurde fleißig genutzt. 
Der einzige kleine Nachteil: Auf dem Gelände ist der Empfang mobilen Internets nicht gerade gut und bei so vielen Leuten auf einem Haufen dazu schwer ausgelastet. Das hatte zur Folge, dass bei vielen Handelnden die Lesegeräte für EC-Zahlung nicht funktioniert hat. Ein paar Bücher haben daher leider nicht direkt den Weg über den Tisch gefunden, sondern sind über den Postumweg gereist. Ein Messe-Wlan für die Stände wäre für in zwei Jahren eindeutig ein riesen Pluspunkt!
Fazit: Es hat sich gelohnt! An diesem Wochenende haben innerhalb von zwei Tagen so viele meiner Bücher ein neues Zuhause gefunden wie sonst in einem Monat. Vielen Dank an das Messe-Team für die grandiose Arbeit.
In der Kommenden Woche steht übrigens gleich die nächste Messe an. Dann gehts zur HomBuch!

Drei, Zwei, Eins – Deins!

📚 GEWINNSPIEL 📚

Vor einer Weile habe ich euch gefragt, ob ihr zur Veröffentlichung des nächsten Teils der #WeltenWechslerAkten Lust auf ein Gewinnspiel zu Band I habt. Ihr wolltet gerne – und nun, es ist so weit:

#Scherbenrausch erscheint am 23.08.2019 – und ihr dürft hier euer Glück versuchen, den ersten Teil zu gewinnen :]

Ich verlose ein Taschenbuch der ersten Auflage von #Narrenlauf.

Hier der Klappentext:

»Manchmal hat der Zufall einen fragwürdigen Humor.
Dann schiebt er uns einfach wie Schachfiguren durchs Leben.«

Paris, 09. November

Denkst du, du kennst die Wahrheit über deine Welt?
Was, wenn ich dir erzähle, dass innerhalb eurer menschlichen Gesellschaft eine weitere existiert? Eine, die aus all dem besteht, was ihr für obskure Horrorgeschichten und düstere Märchen haltet? Magier, Werwölfe, Dämonen …

Einem Spinner wie mir glaubst du nicht?
Sehr gut! Das ist der beste Beweis, dass wir unseren Job richtig machen:
Geheimhaltung und Schutz der paranormalen Bevölkerung. Eine Gratwanderung, die ich in zu vielen Welten scheitern sehen musste, um mich hier herauszuhalten.

Aber Dieser Fall ist seltsam. Irgendetwas stimmt nicht.
Vielleicht war es ein Fehler, der Wiederbelebung dieses Ermittlerteams zuzustimmen. Vielleicht hätte ich längst verschwinden sollen.

Jetzt ist es zu spät.
Vanjar Belaquar

[Leseprobe]

Na, neugierig geworden? Du möchtest mit im Lostopf schwimmen? 

Dann beantworte einfach folgende Frage in den Kommentaren auf Twitter oder Instagram: 

Wie heißt das 324 Meter hohe Wahrzeichen von Paris, das in Tokio mit dem „Tokyo Tower“ einen „kleinen“ Bruder bekommen hat? 

Das Gewinnspiel läuft bis am 26. August um 23:59. Am 27. lose ich aus und werde unter dem Gewinn-Kommentar bescheid geben.

Viel Glück euch allen!

TEILNAHMEBEDINGUNGEN
Mitmachen könnt ihr ab 18 Jahren, wenn ihr aus D, CH oder A kommt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und Instagram und Twitter sind nicht in das Gewinnspiel involviert.
Der Gewinn wird nach 10 Tagen ausgelost. Dafür erklären sich Teilnehmende bereit, dass ihre Profilnamen genannt werden dürfen. Im Falle eines Gewinns benötige ich außerdem die Mail-Adresse und später auch die Anschrift, um das Buch verschicken zu können. Die Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und im Anschluss gelöscht. Sollte sieben Tage nach Auslosung keine Meldung erfolgen, wird neu unter den Teilnehmenden ausgelost. Eine Barauszahlung des Gewinns und die Haftung für den Versand sind ausgeschlossen.

Buchrelease

SCHERBENRAUSCH
FEIERT BUCH-GEBURTSTAG

Der offizielle Release-Termin steht fest. Ab dem

23. AUGUST 2019

wird gefeiert – und zwar auf der FaRK in den Redener Wassergärten.
An meinem Stand in der Phantastischen Bibliothek und mit einer Release-Lesung am 25. August, um 10:30 in der Reading Hall II. Dort bekommt ihr also den ersten Schnipsel aus Band II zu hören. Ich bin schon sehr gespannt!

Dazu habe ich mir noch etwas ganz besonderes überlegt: Auf den Messen wird es dieses Jahr eine Sonderedition von Scherbenrausch geben. Im Gegensatz zur Standardausgabe enthält sie Farbseiten. »Bloody Pages« – Immerhin dreht sich dieser Fall von Team Beta unter anderem um einen Bluthändlerring, Vampire und Drogen.

Wer sich eines der Limited-Edition-Exemplare sichern möchte, hat dazu bei der Fark die erste Gelegenheit. Allerdings müsst ihr schnell sein – hier gilt der berühmte Satz »Solange der Vorrat reicht!« Preislich gibt es zu den Standardausgaben der Reihe übrigens keinen Unterschied.

Wer jetzt neugierig ist, kann hier schon mal spinsen:

FaRK – 23. bis 25. August 2019

oder auch: Auf die Messe, fertig. los!

Das Fantasy- und Rollenspiel-Konvent in den Redener Wassergärten ist längst über die saarländischen Grenzen hinaus bekannt. Für alle denen es noch nichts sagt: 

Alle Fans von Science Fiction, Steampunk, Cosplay, Fantasy, LARP, Filmen, Serien, Comics, Spielen und Endzeit kommen dort voll auf ihre Kosten.
Mehr als 20 000 qm bietet das Gelände mit Innen- und Außenbereichen. Darunter auch eine Bücherhalle mit jeder Menge phantastischer Autoren. Das Besondere daran? Der Eintritt besteht aus einer Spende, über deren Höhe ihr selbst entscheidet. Der Erlös kommt zu 100% wohltätigen Zwecken zugute. Ja, richtig gelesen. Messebesuch für den guten Zweck. Seit 2013 gibt es die Veranstaltung. Aktuell findet sie im Zweijahresrhythmus statt – denn dieser riesige Aufwand wird von Ehrenamtlern auf die Beine gestellt. Der Erfolg ist riesig: 2017 kamen rund 42 000 Besucher, der Spendenbetrag lag bei 55.000 Euro.

Bisher war ich nur als Besucherin vor Ort. Aber in diesem Jahr werde ich endlich mit einem Stand in der Bücherhalle vertreten sein. Und das ist nicht alles: Am 25. August um 10:30 findet die Premiere-Lesung zu Scherbenrausch statt. In der Reading-Hall 2 könnt ihr also den ersten Schnipsel aus Band II der Akten zu hören bekommen. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeikommt!

Hier gehts zur Website

P.S.: Tatsächlich stehen auf meiner To-Do-Liste noch ein paar mehr Punkte, aber solange nicht alles in trockenen Tüchern ist, müsst ihr auf weitere News noch ein paar Tage warten =]

Version Zwei für Akte Eins

oder auch: Narrenlauf bekommt die zweite Auflage

Endlich ist es so weit: Seit Februar habe ich noch einmal eine Menge Arbeit in mein Debüt gesteckt und vor ein paar Tagen habe ich die Daten zur neuen Auflage freigegeben.
Sicher fragt ihr euch jetzt, was sich denn geändert hat. Das Cover sieht noch gleich aus, der Klappentext ist derselbe und die Geschichte selbstverständlich auch.

Nun, erstens gab es eine Extrarunde im Korrektorat. Ich habe vergangenes Jahr zur wunderbaren Nina Hasse ins Lektorat Texteule gewechselt. Da sie Band I vor dem Lektorat von Band II sowieso gelesen hat, habe ich gleich ein Korrektorat mitbestellt. 

Allerdings hat das nicht dafür gesorgt, dass die Seitenzahl von 540 auf 532 gesunken ist. Auslöser dafür ist ein professioneller Buchsatz, den die liebe Kia Kahawa für mich umgesetzt hat. Und ich bin eine ziemlich perfektionistische und anstrengende Kundin xD. 

Dann kam etwas hinzu, was in der Buchbranche im Moment immer wieder diskutiert wird: Triggerwarnungen. Sind sie sinnvoll oder nicht? Spoilern sie? Sind sie Zensur? Ich habe zu diesem Thema seit meiner ersten Veröffentlichung einiges dazugelernt – und sehe das folgendermaßen:
Auf Filmen und Spielen kennen wir FSK-Angaben schon seit Jahren. Im TV werden Hinweise vor dem Programm eingeblendet. Auf Nahrungsmitteln sind Inhaltsstoffe angegeben, genauso auf Drogerieprodukten und vielem mehr. Damit man weiß, woran man ist. Wir brauchen diese Transparenz, besonders,  um gesundheitliche Probleme zu vermeiden. 
Warum also nicht in Büchern? Gesundheit bezieht sich nicht nur auf körperliche Reaktionen wie beispielsweise Allergien oder Unverträglichkeiten. Jeder Mensch ist individuell und reagiert auf seine Weise auf bestimmte Themen. Also habe ich mich entschieden, Triggerwarnungen in meine Werke aufzunehmen. Im Impressum findet sich der Hinweis auf die letzte Seite, auf der die sensiblen Themen aufgelistet werden. Wer sie lesen möchte, kann das tun. Wer sie nicht einsehen mag, kann es lassen. Mir ist bewusst, dass auch weiterhin Bücher der ersten Auflage in Regalen stehen, in denen diese Liste noch nicht aufgeführt ist. Wer möchte, kann sie daher jederzeit gerne per Mail (carolin.summer@mailbox.org) bei mir anfragen. Auch wenn Fragen zu den Themen bestehen, stehe ich natürlich gerne zum Gespräch bereit.

Und zum Schluss: Mit einer Neuauflage kommen natürlich auch frische ISBNs aufs Blatt. Damit geht leider einher, dass in einigen Online-Portalen die Rezensionen verloren gehen. Daher bitte nicht wundern, wenn irgendwo Bewertungen fehlen. Falls ihr das Buch bereits gelesen habt und eure Meinung auf den Portalen wie amazon, Thalia, etc. aktualisieren möchtet, würde ich mich über einen Repost natürlich sehr freuen.
Bis das E-Book bei allen Anbietern erscheint, kann es aktuell leider noch ein paar Tage dauern. Gerade amazon macht da mal wieder jede Menge Probleme. Gemeinsam mit dem Verlag arbeite ich schon an einer Lösung und bitte um etwas Geduld. Bei Fragen könnt ihr mir gerne schreiben. 

Viel Spaß beim Schmökern :] 

In eigener Sache

oder auch: Ein Bericht über Unbekanntes, gegen Vorurteile und für mehr Offenheit
#krähezielt #sportwithhandicap

So was wie ein Disclaimer:
In diesem Beitrag geht es um Vorurteile und Missverständnisse zum Thema Sportschießen und letztendlich auch um eine Sparte dieses Sports für Menschen mit körperlicher Einschränkung, die bisher leider viel zu unbekannt ist.
Gedacht ist der Text als kurzer Einblick. Mein Versuch, eine breite Themenspanne etwas näher zu beleuchten, Fakten darzustellen und ein paar Missverständnisse und Vorurteile auszuräumen, da genau diese mich bisher davon abgehalten haben, auf meinen Social-Media-Kanälen über mein Hobby zu berichten. Sicher werde ich nicht alle Details ansprechen (dann wird das hier eindeutig zu lang), denn das ganz ist unheimlich komplex. Bei Fragen oder Anmerkungen könnt ihr mir natürlich gerne mailen. Ich werde versuchen alle Fragen zeitnah und ausführlich zu beantworten =D

Worum es geht?
Autorin, Journalistin, Leseratte, Freizeit-Konditorin, Sportschützin – wer meine Social-Media-Profile kennt, ist über diese Aufzählung sicher schon gestolpert. Zu allen Punkten findet ihr dort auch entsprechende Inhalte. Na ja, bis auf letzteren. Dabei bin ich zweifache deutsche Vizemeisterin und besitze inzwischen eine ganze Reihe von Urkunden, die Kreis- und Landesrekorde aufzählen. Bis zu dreimal pro Woche gehe ich ins Training und letztes Jahr feierten wir mit der Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga. Bisher zählte all das hauptsächlich auf die private Seite meines Lebens. Aber warum eigentlich?
Sicher, es gibt keinen direkten Bezug zum Autorenleben. Andererseits gehören diese Erfolge genauso zu mir, wie die veröffentlichten Geschichten. Und eigentlich möchte ich sie genauso gerne teilen. Aber ehrlich gesagt, habe ich mich noch nie getraut.

Denn leider ist das Thema »Schießsport« in den Köpfen vieler Menschen sehr negativ besetzt. Vor ein paar Tagen habe ich ein Bild mit Zielscheiben und meinem Trainingsbuch auf Instagram geteilt und es hat keine 24 Stunden gedauert, bis Kommentare kamen, die von Reaktionen und Assoziationen zu diesem Sport erzählen, die mir nicht gefallen: Man wirke ja „suspekt“ (grade wenn man dann auch noch zu Krimis recherchiert) und müsse sich doch Gedanken machen, dass man bei einem Amerika-Urlaub nicht ins Land gelassen wird.
Die Existenz dieser Ansichten macht mich ehrlich gesagt ziemlich traurig. Weil dieses vermittelte Bild mit dem „gewissen Beigeschmack“ nicht stimmt. Vermutlich ist daran, unter anderem, die undifferenzierte Weise schuld, in der so manche Medien mit der Thematik umgehen. Auch das Geballer aus Film und Fernsehen ist zuhauf unrealistisch und gerne fehlerhaft. Man bekommt eine falsche Vorstellung vermittelt und »Waffengewalt« ist ein Wort, dass uns in diesem Zusammenhang dann häufig entgegenprallt. Bogen- oder Armbrustschießen gelten ab und an ja noch als »cool« oder »aufregend«, aber wehe, es geht um Pistolen oder Gewehre. Am ehesten wird es noch beim Biathlon akzeptiert. Aber sonst? „Wie kann man nur mit Schusswaffen hantieren?“ Im schlimmsten Fall kommen, sollte man sein Hobby erwähnen, Sprüche wie „Ah, die Amokläufer“ dazu. Beleidigend, wie ich finde. Dass besagte Gewalt genauso mit  einem Küchenmesser oder dem Hammer aus dem Werkzeugkasten ausgeübt werden könnte, fällt da genauso unter den Tisch wie die Tatsache, dass zur Kategorie der Schusswaffen mehr gehört, als Gewehre und Pistolen. Davon abgesehen, greifen die Assoziationen bezüglich »Waffengewalt« da absolut an der Realität vorbei. Sportschießen. Wie beim Biathlon, nur ohne Skilaufen – und in den verschiedensten Variationen. Aber der Grundgedanke bleibt derselbe.

Um das klarzustellen:
Egal mit welcher Waffe man als Sportgerät hantiert, der verantwortungsbewusste Umgang und eine fachkundige Unterweisungen sind essentiell. Deshalb gibt es klare Regeln und Gesetze, Vorschriften, Sachkundeprüfungen et cetera. Wer damit Missbrauch betreibt, hat in diesem Sport wie ich finde nichts verloren. Der sportliche Gedanke sollte immer im Vordergrund stehen. Es geht darum, Spaß zu haben, Erfolge zu erzielen, sich im Training zu steigern und gemeinsam mit der Mannschaft gegen andere Teams oder im Einzelwettkampf anzutreten.

Leider gründen viele Vorstellungen darüber auf Darstellungen, die häufig verallgemeinern und die Thematik viel zu reißerisch und dramatisch darstellen. Man muss sich regelmäßig rechtfertigen, erklären. Teilweise bekommt man dazu nicht mal die Chance, sondern wird gleich in eine hässliche Schublade befördert.
Sportschießen bedeutet nicht zwangsläufig, mit scharfer Munition zu »ballern« (da wären wir wieder bei der Action-Film-Variante). In meiner Disziplin schieße ich zum Beispiel mit einem Luftgewehr. Frei verkäuflich ab 18 Jahren. Eine Waffenbesitzkarte habe ich bisher nicht (der berühmt-berüchtigte »Waffenschein« ist übrigens genauso eine gern genutzte Verallgemeinerung. Das es sich tatsächlich um mehrere unterschiedliche Dokumente mit unterschiedlichen Zwecken handelt, wissen nur die wenigsten).

Und was machst du da jetzt eigentlich?
Im Grunde genommen mit der richtigen Technik und genügend Konzentration auf eine bestimmte Distanz so präzise wie möglich Löcher in Papierkarten stanzen.
Nicht mehr und nicht weniger.
Und das blind.
Nein, ihr habt euch nicht verlesen. In meiner Disziplin (Sehbehindertenklasse, Freihand – also frei stehend, ohne Auflage für das Gewehr) sehe ich mein Ziel tatsächlich nicht. Also, nicht nur, weil ich es auf die Entfernung mit meinen schlechten Augen nicht erkennen könnte, sondern weil ich eine lichtundurchlässige Brille trage. Gezielt wird über eine besondere Zieleinrichtung namens »Optronik«, die die Lichtsignale der speziell ausgeleuchteten Scheibe via Fotozellen in akustische Signale umwandelt und auf Kopfhörer überträgt. Grob gesagt: je höher der Ton, desto näher bin ich am Ziel. Eine Angelegenheit im Millimeterbereich. Der Schwierigkeitsgrad zum optischen Schießen ist vergleichbar.

Ziel ist es, egal ob man sich nun „normal“ also optisch oder (wie wir Menschen mit Seheinschränkung) akustisch orientiert, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Da die Scheiben kreisförmig aufgebaut sind, spricht man von »Ringen«. Die Mitte zählt 10 Ringe, der nächste Ring 9, dann 8 und so weiter. Um euch eine Zahl zu nennen, unter der man sich etwas vorstellen kann: Beim letzten Training habe ich 390 von 400 möglichen Ringen und 586 von 600 möglichen Ringen geschafft.

So viel zum Sport an sich. Dann wäre da noch Anliegen Nummer zwei:
Wie das mit vielen Behindertensportarten so ist, hält sich der Bekanntheitsgrad stark in Grenzen. Im Saarland bin ich aktuell die einzige, die auf Wettkampfebene antritt. Deutschlandweit sind wir nur eine kleine Gruppe. Bedauerlicherweise. Und so geht es nicht nur unserer Disziplin, sondern auch jeder Menge anderer Sportarten mit Variationen für körperlich eingeschränkte Menschen. Allerdings gibt es auch genauso viele Unterschiede dabei. Deshalb bleibe ich mit diesem Bericht absichtlich in einem Metier, in dem ich mich auskenne – ich möchte nicht verallgemeinern.

Inklusion im Sport ist allgemein ein Thema mit vielen Pro und Contras. Manchmal gibt es tatsächlich keine Möglichkeit eingeschränkte Sportler bei der „Standardwertung“ einzubeziehen und ihre Leistung 1:1 zu vergleichen (alleine das ist ein sehr komplexer Bereich, über den es jede Menge zu berichten gibt). Wenn die Inklusion dann aber umzusetzen ist, etwa mit entsprechender Ausrüstung oder Begleitung etc – so wie im Fall seheingeschränkter und blinder Schützen – sind in vielen Bundesländern die Vereine trotzdem nicht bereit, das zu unterstützen. Bezogen auf unser Beispiel ist der Aufwand nicht mal besonders groß und die Gleichberechtigung nachweislich gegeben. Aber Unbekanntes wird schnell abgelehnt. Die Mühe wird sich nicht gemacht. Erst Recht nicht für einige wenige Leute. Wenn man es (so wie ich) in eine Mannschaft schafft, stößt man zudem auf Unverständnis in den Reihen anderer Teams. Manche testen es gerne und erkennen diese Variante auch an, aber die Bereitschaft sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen ist bei nicht Betroffenen durchaus nicht immer gegeben. Ich muss auch nach  fünf Jahren immer wieder erklären und mich rechtfertigen. Wenn ich dann offen anbiete, sich diese Variante anzuschauen und auszuprobieren, wird doch meistens abgelehnt und belächelt. Ganz ehrlich? Da fühle ich mich alles andere als ernstgenommen. Tatsächlich kann diese Inklusion aber klappen. Ich kämpfe mich, mit der Unterstützung meiner Familie, meiner Freunde und natürlich der des Vereins, durch die Bürokratie und bestehe auf Gleichberechtigung, da sie in diesem Fall eindeutig umsetzbar ist, wenn man will. Inzwischen wird es mit jeder Saison leichter. Es lohnt sich für ein Hobby zu kämpfen. Ich war diese Saison zum Beispiel beste Einzelschützin der Bezirksliga (unter Schützen ohne Handicap). In diesem Jahr werde ich hoffentlich zum dritten Mal bei der Deutschen Meisterschaft in München teilnehmen. Und vor einiger Zeit habe ich es sogar in den Sportteil unserer Tageszeitung hier geschafft =D
Hier gehts zum Artikel
Andererseits muss man die Kraft und Geduld natürlich erst mal aufbringen. Auch deshalb habe ich entschieden, dieses Thema hier auf der Seite und in meinen Social-Media-Profilen aufzugreifen. In der Hoffnung, dass dieser Bericht dem ein oder anderen ein bisschen Mut machen kann, sich umzuschauen und neue Dinge auszuprobieren und für Außenstehende einen neuen Blickwinkel aufzeigt.