Jahresrück- nein, Jahresausblick

Aktuell lese ich von vielen, dass sie ihr Jahr Revue passieren lassen. Von den Höhen und Tiefen berichten.

Nun, ich habe beschlossen, das bleiben zu lassen. Ich möchte mich nicht in „Aber es war ja nicht alles schlecht“-Sätzen ergehen oder über all das jammern, was eben nicht gelaufen ist.
Lieber gebe ich hier ein paar Fakten fürs nächste Jahr raus. Die Planung ist schwer genug, denn so genau wissen kann ich es jetzt noch nicht.  Aber von vorne:

  • Im Herbst kommt der letzte Teil der WeltenWechsler Akten. „Maskenjäger“ liegt gerade bei der Alpharunde, ein paar haben sogar schon ausgelesen. Damit ist der Hauptteil der Tetralogie dann beendet. Ein paar Kurzgeschichten zur alten Garde werdet ihr vermutlich noch bekommen – aber das dauert wohl noch etwas.
  • Auf Twitch wird es einen neuen Streamplan geben: Es bleibt bei Mittwoch und Sonntag, allerdings wird
    Mi ab 20 Uhr Produktiv- und Kreativstreams geben
    So ab 17 Uhr vorgelesen.
    (Dazu kommen nochmal extra Infos)
  • Meine Auftragsliste für Cover und vor allem Illustrationen füllt sich derzeit. Rechnet aktuell bitte mit 3 Monaten Wartezeit. Für große Illus ist die Liste im Moment sogar zu. Wer Wünsche hat, kann mich für genaueres gerne anschreiben.
  • Falls (physisch) Messen stattfinden, werde ich (und meine Bücher) dort sein. Sicher
    auf der FaRK
    auf der FBM21
    Online bin ich auch bei
    Fakriro
    BuchmesseSaar zu finden.
    Wie es mit der LBM und der BuchBerlin aussieht, weiß ich noch nicht. Wenn überhaupt, dann nur als Fachbesucherin.
Und da endet die Planung dann auch schon. Abwarten und Tee trinken eben.

 

WeltenWechsler Merchandise

ZUM SHOP

Was dahinter steckt? Vor ein paar Tagen habe ich euch zum ersten Mal die Illustrationen zu Band III der Akten gezeigt.

Das Thema „Illustrationen in Romanen“ lässt mich schon lange grübeln. Beeinflussen sie nicht zu sehr die Vorstellung der Lesenden? Enttäuschen sie vielleicht sogar? Bei Orten oder Gegenständen ist das meist weniger dramatisch, aber die Figuren? Nein, lieber nicht. Ich zeichne meine Figuren nicht – und würde meine Bücher nicht mal verfilmt sehen wollen. Aber da war eine gewisse Idee, die mich über Monate nicht loslassen wollte. Also habe ich irgendwann drauflosgemalt. Vier Bilder kamen zustande. Die große Frage blieb allerdings, ob ich sie wirklich verwenden sollte. Oder eben lieber doch nicht?
Nun, ich habe mich dafür entschieden. Die Bilder sind recht abstrakt geraten, voller Sprenkel, mit groben Silhouetten. Ihr kennt das von den Covern. Mir war wichtig, viel Interpretationsspielraum zu lassen und ich habe darauf geachtet, dass jedes für sich immer mehrfach auf verschiedene Szenen der Geschichte gedeutet werden kann.

Mit der Reaktion, die auf die Illustrationen kam, habe ich allerdings ganz und gar nicht gerechnet.
Auf Twitter fing es an. Mit der Feststellung, dass sich die Bilder gut als Shirt-Motive eignen würden. Viele stimmten zu, ich bekam Nachrichten und Vorschläge, was ihr euch wünscht. Die Covermotive. Die Hashtags, die inzwischen zu den Akten durchs Netz geistern. Und der Vorschlag, das ganze doch über Spreadshirt laufen zu lassen.

Fazit: Die letzten Tage habe ich mich mit dem Shopsystem dort auseinandergesetzt. Von Produktion, Vertrieb bis hin zur Marge – und etwas für euch auf die Beine gestellt.

Bisher sind erst ein paar Designs verfügbar, da werden in den kommenden Wochen noch einige folgen. Ihr dürft mir auch gerne weiterhin Wünsche, Ideen und Kritik zukommen lassen =D In dem Bereich bin ich noch ganz frisch unterwegs und lerne gerade jede Menge dazu.
Aktuell gibt es dort außerdem eine große Auswahl an Produkten. Schlicht weil ich testen möchte, was gut ankommt – und was eben nicht. Mit der Zeit wird also vermutlich die Zahl an Designs steigen und die der verschiedenen Produkte sinken.

„Gibts das auch als …“
Ihr habt nicht das gewünschte Stück bei meinen Vorschlägen entdeckt? Dann schaut euch doch mal hier um:
Gleich oben in der Menüleiste des Shops findet ihr den Reiter „Personalisieren“. Dort könnt ihe Motiv und Produkt (und zwar nicht nur die, die ich anbiete!) bestimmen und zusätzlich individuellen Text hinzufügen. Zum Beispiel für meine Hashtag-Fraktion: Wie wäre es zum Beispiel mit Schreibmaschinenschrift auf dem Ärmel? Seid ihr #TeamJordi oder #TeamVanjar? Oder möchtet ihr mehrere Motive auf einem Stück vereinen? Gar kein Problem. Vorder- und Rückseite lassen sich dort bei den meisten Dingen unabhängig voneinander gestalten. Ihr könnt sogar eigene Bilder hochladen. Da bietet Spreadshirt wirklich eine Menge individualisierungsoptionen. Und auch wenn ihr ein bestimmtes Stück oder eine gewisse Farbe bei meinen Produkten nicht finden konntet: dort könnt ihr es aus der Liste raussuchen und euer Einzelstück frei kreieren. Das ganze läuft zu den bei Spreadshirt üblichen Bestell- und Versandkonditionen.

Also: geht stöbern, schaut euch um und shoppt nach Lust und Laune =D

Wenn ihr wollt, teil euren frisch geshoppten Merchandise gerne mit mir auf Insta oder Twitter. Ich würde mich sehr freuen dort zu sehen, was ihr euch gegönnt habt!

Eine Leseprobe zum Lauschen

Wer mir auf Twitch, Twitter und Instagram folgt, hat es sicher schon mitbekommen:

Die Leseprobe zu Narrenlauf gibt es jetzt auch zum Anhören!

Eingelesen wurde sie vom schönsten Sprecher Hamburgs – Sven Matthias. Und ich bin alleine beim Klappentext fast vom Stuhl gefallen, so begeistert bin ich von seiner Umsetzung.

Hier geht es einmal zu Youtube – und natürlich findet ihr die Hörprobe auch hier bei den Buchinfos neben der Leseprobe =D

Viel Spaß beim Lauschen!

Die Narrenlauf-Leseprobe zum Anhören

Eine Reihe in vier Akten

Oder auch: Was hat es mit den Sonderauflagen auf sich?

In den letzten Tagen wurde ich so oft nach meinen Büchern gefragt, dass es heute einen kompletten Artikel zu dem Thema gibt. Gleich bekommt ihr also eine Übersicht über meine Werke und die Varianten, in denen sie zu bekommen sind.

Die WeltenWechsler Akten werden irgendwann einmal vier Hauptbände haben. Dazu ist ein Kurzgeschichtenband geplant und irgendwann (in weiter Ferne) auch die Hörbücher.

Bald erscheint Nummer Drei (Ascheseelen) – geplant ist ein Buch pro Jahr. Alle Bände gibt es als

  • E-Book (3,99)
  • Taschenbuch (16,80)
  • Hardcover (26,80)

Und zwar überall im Handel. Von den Onlineplattformen bis hin zum kleinen Buchladen um die Ecke. Die ISBN und alle weiteren Infos findet ihr hier.

DIE SONDERAUFLAGEN

Ich liebe Bücher mit Extras. Zusatzszenen, Farbseiten, Illustrationen. Deshalb habe ich für die Akten Sonderausgaben entworfen. Bei jedem Buch gibt es ein kleines Extra. Im Unterschied zu den Standardvarianten sind diese Ausgaben aber nur bei mir persönlich zu bekommen. Auf Messen an meinem Stand – oder per Mail direkt bestellbar (carolin.summer[at]mailbox.org). Schreibt mir einfach euren Wunsch und eure Adresse, dann bekommt ihr so schnell wie möglich buchige Post. Auch hier gilt: Ihr könnt entscheiden, ob Taschenbuch oder Hardcover.
Jetzt kommt sicher die Frage, was das ganze kostet. Ganz einfach: Das gleiche, wie die Standardausgabe.

  • Taschenbuch (16,80)
  • Hardcover (26,80)

Wer bei mir direkt bestellt bekommt außerdem immer ein paar Goodies dazu. Postkarten mit Bildern von den Spielorten, Lesezeichen oder Aufkleber – was mein Goodie-Fundus eben so hergibt =D

Die Vorbesteller-Liste ist seit 17.10.2020 eröffnet.
Wer schnell genug ist, bekommt ein Buch der ersten Lieferung. Mailt mir gerne mit der Angabe von Namen und Adresse ob ihr ein Hardcover oder ein Taschenbuch wünscht.

Noch eine Info für die Blogger:
Ihr könnt Rezensions-Exemplare beim Verlag anfragen, aber auch bei mir. Wenn ihr die Bücher von mir bekommt, sind es üblicherweise ebenfalls Sonderauflagen. Es sei denn, sie sind gerade ausverkauft =)

Solltet ihr noch Fragen haben, meldet euch gerne per Mail bei mir.

Buch "Scherbenrausch" mit roten Farbseiten und Lesezeichen-Deko

„Bloody-Pages“ (Scherbenrausch-Sonderauflage)

Buch "Ascheseelen" mit Aquarell-Geister-Illustration (Silhouette einer schwebenden Gestalt mit Kapuze)

„Ghost-Pages“ (Ascheseelen-Sonderauflage)

Twitch

Tee, Kekse, Buch.
Die Krähe streamt jetzt =D

Wo? Hier gehts lang:
WeltenWechsler auf Twitch

Klingt gut? Dann dürft ihr mich gerne auf meinem Twitch-Kanal besuchen kommen.

Jeden Mittwoch um 19 Uhr
lese ich für euch aus meinen Urban-Fantasy.Krimis vor

Jeden zweiten Sonntag um 17 Uhr
wird gezeichnet. Emotes, Comics, Illustrationen … was mit so unter den Stift kommt.

Cover-Reveal zu Ascheseelen

Band III der Akten erscheint im Herbst. Das Lektorat ist geschafft, die restlichen Termine stehen. Das Cover auch. Und ein 23. War noch nie ein schlechter Tag für eine Veröffentlichung =D

Deshalb bekommt ihr heute das Kleid zu Ascheseelen zu sehen. Tadaaa:

Die aktuelle Lage

Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen und Verdiensteinbrüche

Covid-19. Zur aktuellen Situation der Pandemie muss ich mich wohl nicht auslassen. Es ist Ende März, in unserem Bundesland besteht seit einer Woche die Ausgangsbeschränkung und wir versuchen alle so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Wenn wir einkaufen gehen, halten wir Abstand von mindestens anderthalb Meter und Händewaschen ist mehr Pflicht dennje. Eindeutig notwendige Maßnahmen, die oft nicht ernst genug genommen werden. Wir versuchen die Risikogruppen unserer Familien zu meiden, halten Kontakt zu ihnen per Telefon. Ihr kennt es alle.

Vor einer Woche sind wir umgezogen. Drei Monate Planung, alles sauber organisiert, inklusive Verpflegung für die Helfer, Amtsbeantragung für die Sperrung der Parkplätze vorm Haus, ein gemieteter Sprinter und so weiter. Letztendlich mussten wir alles über den Haufen werfen. Am Nachmittag vorm Hauptumzugstag kam die Meldung der Ausgangsbeschränkung. Details kannte zu diesem Zeitpunkt keiner. Nur der Hinweis der Ämter: Es kann sein, dass wir am nächsten Tag nicht weitermachen dürfen. Vielleicht. Vlielleicht auch doch. Sonst wusste keine öffentliche Stelle etwas zu sagen. Wenn sie denn überhaupt noch geöffnet hatten. Also haben wir in einer spontanen Hauruck-Aktion unser Hab und Gut an einem Nachmittag mit fünf Leuten verfrachtet. Fragt nicht, das war ganz schön der Horror.

Jetzt sitzen wir auf einem Haufen Arbeit. Möbelhäuser und Wertstoffhof sind geschlossen, Ämter zur Ummeldung ebenfalls. Die alte Küche dümpelt auf ebay herum, aber Käufer finden sich aktuell natürlich keine. Eine gesamte Küche kann leider nicht einfach verschickt werden. Und dann ist da das Thema „Soforthilfe“. Die wirtschaftliche Seite der Pandemie.

Ich bin selbstständige Freiberuflerin. Ohne Gewerbeanmeldung, noch nicht umsatzsteuerpflichtig. Und mir sind inzwischen sämtliche Jobs weggebrochen. Keine Aufträge mehr von der Zeitung. So geht es vielen freien Journalisten. Die Leipziger Buchmesse hat natürlich ein fettes Loch gerissen, keine Lesungen, keine Signierstunden, keine Podiumsdiskussionen, keine Buchverkäufe am Stand. Damit bin ich nicht alleine. Die meisten meiner Kunden für Grafik-Arbeiten sind verlagsunabhängige Autoren, die mit den selben Einbußen zu schaffen haben. Da sie mich nicht bezahlen können, stornieren sie ihre reservierten Grafik-Slots. Verständlicherweise. Mir stand diese Rechnung ebenfalls bevor.  Noch muss ich keine meiner Aufträge für Lektorat, Korrektorat und Satz stornieren. Bisher. Ich hoffe, dass es so bleibt. Denn die Veröffentlichungen als Autorin sind alles, was von meiner Selbstständigkeit übrig ist. Zwei Jahre, deren Ertrag mir gerade unter den Fingern hinwegbröselt. Unser Bundesland bietet seit dieser Woche ein Soforthilfepaket an, allerdings habe ich gleich mehrere Tage recherchieren und mit den entsprechenden Service-Hotlines des Wirtschaftsministeriums telefonieren und mailen müssen, um herauszufinden, ob und ab wann ich Anspruch auf eine Zahlung habe. Inzwischen weiß ich bescheid, einfach war das allerdings nicht. Und nein, derzeit darf ich noch keinen Antrag stellen. Das hängt damit zusammen, dass ich verheiratet bin und mein Mann Angestellter ist, aber das führt hier zu weit. Fakt ist, dass meine Rechnungen nicht schrumpfen. Das Lektorat steht an, denn wenn dieses Jahr sonst schon so viel auf der Strecke bleibt, Band III der Akten soll erscheinen. Und ich möchte auch die Kollegen unterstützen, denen es so geht wie mir und bei denen ich schon im Oktober die Zeitslots gebucht habe. Nun, ich werde die nächsten Wochen sehen, wie es weitergeht.
In ein paar Tagen kommt Ascheseelen von den Testlesern zurück und zum ersten Mai geht das Manuskript ins Lektorat. Schauen wir, was die Zeit bringt.

Bis dahin wünsche ich allen Kollegen und Betroffenen viele Verkäufe und starke Nerven.

Leipziger Buchmesse

In vier Wochen ist es so weit: Die Buchmesse Leipzig findet vom 12. bis 15. März statt – und dieses Jahr bin ich mit dabei – und hier werde ich zu finden sein:

Während aller Messetage gibt es meine Bücher am Stand
»Phantastische Welten« K 407 in Halle 5.
Ja, auch dieses Mal sind von »Scherbenrausch« Sonderauflagen mit Farbseiten zu bekommen. Für die LBM ging extra eine neue Sonderauflage raus.

Persönlich werde ich von Freitag Abend bis Sonntag vor Ort sein.

Freitag, 13. März – 20:00 9lesen
Neun Autoren, neun Geschichten aus veröffentlichten und unveröffentlichten Werken. Wo? Im Café Eigler (Jahnstraße 61, 40177 Leipzig). Wann? Ab 20:00 (Einlass 18:30). Wenn ihr wissen wollt, wie das LineUp in diesem Jahr aussieht, schaut doch einfach bei 9lesen vorbei.

Samstag, 14. März – 12 bis 13 Uhr
Eine ganze Stunde Zeit zum Treffen, Quatschen und Bücher signieren bei »Phantastische Welten« Stand K407 Halle 5. Ich freue mich schon auf euren Besuch.

Samstag, 14. März – 15:30 Uhr
Panel »Barrierefreies Lesen« mit Tolino und dem DBSV (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband). Gemeinsam sprechen wir über Bedürfnisse und Chancen von barrierefreiem Lesen und ich berichte von meinen Erfahrungen als Betroffene Leserin und Autorin.

Ich freue mich auf die Treffen mit vielen Lesern und Kollegen!

Die Frankfurter Buchmesse

Oder auch: Kapitulation vor der Sardinenbüchse

Die größte Fachmesse für Literatur. Fünf Tage, ein riesiges Messegelände, Verlage aus aller Welt und jede Menge Literaturbegeisterte: Zum 71. Mal fand die Frankfurter Buchmesse statt und verzeichnete im Jahr 2019 ein deutliches Besucherplus.
1,8 Prozent an den Fachbesuchertagen (Mittwoch bis Freitag), 9,2 Prozent an den offenen Tagen (Samstag und Sonntag). Insgesamt kamen 302 267 Menschen – was immerhin 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr waren (Die offiziellen Zahlen findet ihr HIER).
Der Beweis, dass die Bücherbegeisterung nicht nachlässt – und eigentlich ein Grund sich zu freuen. Leider sind aber genau diese Zahlen auch ein Punkt, der mir Sorgen bereitet hat. Sogar noch ehe ich sie im Detail kannte.

Aber von vorne: Die drei Fachbesuchertage waren voller Begegnungen, neuer Ideen und toller Gespräche. Auch hier war schon einiges los, viele Menschen in den Hallen, aber es fand sich immer ein Weg, wenn es schnell von Termin zu Termin oder in einer kurzen Pause zur Toilette gehen musste.

An den beiden Wochenendtagen sah es dann anders aus. Zum ersten Mal war der Verkauf bereits Samstags geöffnet. Anders wie bei Messen mit einer zentralen Verkaufsstelle hatte in Frankfurt jeder Stand seine eigene Kasse. Also gab es bei jedem eine eigene Schlange. Dazu kamen die Signierstunden. Auch hier: Jede bei ihrem Verlag, keine ausgelagerten Signierzelte (etwa auf der Agora zwischen den Hallen). So passierte es durchaus, dass in einem Gang zwei Bestseller bei unterschiedlichen Verlagen zur gleichen Zeit zum Unterschreiben paratsaßen und alleine die Schlangen zu ihnen den Gang fast komplett füllten. Dazu die Laufkundschaft. Es gab kein Durchkommen mehr. Besonders auf den Kreuzungen zwischen den Gängen steckten die Leute schnell ohne Chance auf ein Vorwärtskommen fest. Besonders schlimm war es in den Hallen mit den großen Publikumsverlagen in den Hallen 3 und 4. So überfüllt, dass an den Rolltreppen Security-Personal postiert wurde, das den Ansturm regelte. Einfach weil schon im jeweiligen Foyer so viel los war, dass es nicht verantwortbar war, mehr Leute hineinzulassen. Richtig schlimm war es wohl für Menschen mit Behinderung oder kleinen Kinder und Eltern mit Kinderwagen. Gerade am Samstag machte es auf mich den Eindruck, die Messe war von der Menge überfordert. Auch im Nachhinein bin ich der Meinung: für die kommenden Jahre sollte ein Konzept erarbeitet werden, den Andrang besser zu verteilen. Etwa die Messe auf weitere Hallen ausdehnen (Halle 1 war z.B. geschlossen), Verkäufe und Signierstunden auslagern o.ä.

Was mich außerdem geschockt hat, war der Umgang mit den Büchern. Aufwändig dekorierte Präsentationstische und Regale wurden durchwühlt wie die Aktionsecke bei Discountern. Bücher lagen am Boden, wurden nicht aufgehoben und mit Füßen getreten, Andere wurden beschädigt, Seiten rissen, Einbände verknickten und manche verschwanden einfach ganz in den Taschen dreister Leute.

Nach zwei Stunden saß ich samstags mit dem Gedanken draußen auf einer Mauer, nach Hause fahren zu wollen. Am besten auf der Stelle. Kapitulation von dem Messechaos, die mit den bereits vereinbarten Terminen natürlich nicht umzusetzen war. Außerdem entsprach das auch nicht meinem Plan. Ich hatte Übernachtungen bis Montag gebucht, die Rückfahrt auf den Montag Vormittag gelegt. Den Sonntag als Terminfrei eingetragen. Also ging der Tag weiter, aber der Gedanke abzubrechen ließ mich nicht los. Ich habe lange gegrübelt,  gehardert und nach Messeschluss schließlich ein neues Zugticket gebucht. Am Sonntag war ich nicht mehr auf der Messe. Ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Genau wie einen Entschluss für das kommende Jahr: Keine Privatbesuchertage mehr für mich. 2020 werde ich nur Mittwoch bis Freitag da sein.

So hatte die FBM19 für mich also tolle, aber eben auch unschöne Seiten, aus denen ich meine Konsequenzen ziehen werde. Schade, denn die vielen tollen Menschen aus der Bücherbubble zu treffen ist natürlich etwas ganz besonderes.