Wer seid ihr eigentlich (Part I)?

Klassischerweise fängt man bei Charaktervorstellungen mit den Protagonisten an? Also bitte: Gestatten, mein Chaosduo. Team Beta, frisch reaktiviertes Sondereisatzteam, allerdings noch ohne Supporter unterwegs. Sogar passend zum heutigen Datum: Die beiden laufen sich in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember zum ersten Mal über den Weg. Im Jahr 2007 – und es war sogar ebenfalls ein Dienstag. Klassischerweise fängt man bei Charaktervorstellungen mit den Protagonisten an? Also bitte: 

Die Stimme der Akten
Vanjar Belaquar

In aller Kürze:
Nach einer ziemlich hässlichen Vergangenheit verschlug es den Weltenwechsler vor einigen Jahren in unser Universum – und zu Gris. Seitdem kehrt er immer wieder hier her zurück. Warum? Das weiß er wohl selbst nicht so genau zu sagen. Ein Sprichwort unter den Wanderern besagt: Egal durch wie viele Welten du wandelst, eine wird bleiben, in die du immer zurückkehrst. So oft du kannst. Vielleicht ist da wirklich etwas dran.

Rein optisch:
Absoluter Durchschnitt. Zumindest was die menschliche Gestalt angeht. Er legt keinen Wert darauf aufzufallen (oder die Spuren schwarzer Magie zu vertuschen, die sich schon lange nicht mehr leugnen lassen). Aber wer schaut bei einem Student in abgetragenen Turnschuhen, der ausschaut, als habe er die letzten zwei Nächte durchgezecht schon zweimal hin? Eben. Niemand.

Der Blick nach innen …
… ist nicht unbedingt empfehlenswert. Ein verlogener Geheimniskrämer, der seiner Wege zieht, wie er es für richtig hält. Gewürzt mit launischem Wankelmut und einem Hang zur Skrupellosigkeit. Überschätzt selbstsicher und leichtsinnig. Man sagt ihm vieles nach. Das meiste davon stimmt. Ein Funken Hoffnung bleibt: Loyalität gegenüber Freunden und ein (manchmal fragwürdiger) Gerechtigkeitssinn sind wohl die positivsten Eigenschaften. Plus sein Sarkasmus.

Geliebt / Gehasst
+ Bücher (je älter desto besser und nein, nicht nur solche, die mit magischen Themen befüllt sind)
+ Feuer (wortwörtlich voll in seinem Element)
+ Weltenreisen (an einem Ort bleiben ist inakzeptabel)
+ Glasierter Ingwer und Schwarztee (Assam, um genau zu sein)

Materialismus und Geldgier (als ob es nichts Wichtigeres gibr!)
Kaffee (widerliches, bitteres Gesöff aus Bohnen)
Überheblichkeit und Rassismus
Den Satz: »Habe ich dir nicht gesagt, dass …« (»Ja und?! Was soll ich dazu sagen? Ja, doch, ihr hattet Recht? Fühlt ihr euch dann besser?«)

Trivia:
Van ist …
… einer der wenigen, die in Paris die Ausbildung in allen drei Teamposten absolviert haben.
… laut Personaldossier 23, tatsächlich aber fast 290 Jahre alt (und lässt sämtliche Kollegen darüber spekulieren, weil er es für amüsant befindet).
… Telepath und nutzt das ziemlich häufig.
… am ehesten als Halbdämon zu bezeichnen, auch wenn sich sowohl Gestaltwandler als auch diverse magiebegabte Spezies in seinem Stammbaum finden.
… Schwarzmagier und absolut verschwiegen, was seine Vergangenheit angeht. Es gab eindeutig genug düstere Kapitel, auf die er keineswegs stolz ist.
… eigentlich gar kein so schlechter Saxophonist, spielt aber schon seit Ewigkeiten nicht mehr und dürfte inzwischen ziemlich eingerostet sein.
… was Verwandlungen angeht sowohl Dämonen als auch Gestaltwandlern ähnlich. Allerdings hasst er seine tatsächliche Gestalt wie die Pest und nutzt am liebsten die Form einer Nebelkrähe.
… Teamleiter des Sondereinsatzteams (Beta), obwohl er auf diese Position eigentlich gerne verzichtet hätte.

*

Jordi del Ferana

In aller Kürze …
Der Sprössling eines Auftragskillers der paranormalen Mafia weiß über die übernatürliche Gesellschaft bestens Bescheid und war eigentlich nach dem Schulabschluss auf Weltreise. Nach dem ungeklärten Verschwinden seiner Familie in Folge eines Vampirübergriffs geriet er jedoch zu Gris – und in Vanjars Tem (Beta-Two, Hunter)

Rein optisch …
… sieht man ihm den spanischen Teil der Familie kaum an. Die englische Seite schlägt nicht nur beim Charakter durch. Sonst passt sein Auftreten völlig ins Klischee eines stinkreichen Eliteschülers der englischen Oberklasse (Na gut, abgesehen von Anzug und Krawatte vielleicht). Immer ein Grinsen auf Lager stört er sich an diesem Eindruck keineswegs. Eher im Gegenteil.

Der Blick nach innen:
Loyal, verlässlich, ein gutes Stück zu altruistisch, hart im Nehmen und für sein Alter ziemlich erwachsen. Also das genaue Gegenteil zu seinem oft oberflächlichen Auftreten. Nicht umsonst zählt er ausgerechnet jemanden wie Vanjar zu seinen besten Freunden. Unterschiede interessieren ihn herzlich wenig – und das betrifft nicht nur Gesellschaftsschichten, sondern genauso Arten und Zugehörigkeiten.

Geliebt / Gehasst
+ Lasagne (absolute Leibspeise)
+ Meeresrauschen (das echte, kein Ich-halt-mir-ne-Schüssel-ans-Ohr-Abklatsch)
+ Durch die Welt reisen (am besten jede Woche wo anders)
+ Gute Geschichten (am liebsten gedruckt)

Bohnen (unnötiges Grünzeug)
Pseudo-welterfahrenes Gehabe (von Besserwissern, die sich mit ihren extravaganten Ansichten für sozial kompatibler halten)
Vorurteile (»Nehmt die Leute wie sie sind! Euch muss auch jeder ertragen wie ihr seid!«)
Streit (vor allem mit Freunden und Familie)

Trivia:
Jordi ist …
… einer der besten Schützen bei Gris .
… ein ziemlich talentierter Comiczeichner und kritzelt, wann immer er einen Stift in die Finger bekommt.
… einer der wenigen, die Teile von Vanjars tatsächlicher Gestalt kennen.
… 1,76 Meter gr0ß (und damit zwei Zentimeter größer als sein Teamleiter) und hat Schuhgröße 43.
… kein Freund von mentaler Beeinflussung, weshalb er unter anderem ein Holunderholzamulett mit sich herumträgt.
… für einen Menschen erstaunlich empfindlich, was das Erkennen und Telepathie und Magie angeht.

Schwarzweißbild mit zertretenen Turnschuhen auf dunklem Boden

Warum die alten Treter? Sie sind wohl das beste Bild, das ich zu meinem Protagonisten bieten kann XD