Warum ihr das Artbook nicht mehr im Handel findet

Generative KI macht uns Kunstschaffenden das Leben schwer. Sie klaut ungefragt unsere Arbeit, erstellt daraus XXL-Plagiate, ohne dass wir für die unerlaubte Nutzung unseres Materials einen Cent Tantiemen sehen. Gleichzeitig werden Aufträge rarer, weil genKI ja schneller und billiger ist. Von den Umweltschäden, die das ganze verursacht, fange ich hier jetzt gar nicht erst an.

Der Buchmarkt wird überschwemmt mit KI-generierten Büchern. Vor allem im illustrierten Bereich. Obwohl es inzwischen gekennzeichnet sein müsste, ist es das oft noch nicht. Schlimm genug an sich. Was jetzt dazukommt: Distributionen für verlagsunabhängige Veröffentlichungen schließen ganze Kategorien aus, da sie die Massen an Prüfungen nicht stemmen und korrekte Deklarierung nicht garantieren können.

In einer Mail bekam ich zum Beispiel folgende Aussage: „[…] über den Sommer und mit der Zunahme der KI Bücher hat sich die Geschäftsführung entschieden keine […]Schreibwaren/Notizbücher, Kalender oder Terminplaner, Malbücher, Bildbände […] mehr zu veröffneltichen. Es tut mir leid, aber wir werden das auch vorerst dabei belassen.“

Unter Bildbände fällt auch mein Ideenpopcorn. Ich bin bereits mit mehreren anderen Distributionen in Kontakt, höre dieses Argument aber leider bisher von vielen Seiten. Einerseits verständlich, andererseits sehr schade, da so weitere Plattformen für Veröffentlichungen kleiner Kunstschaffender wegfallen und unsere Sichtbarkeit und Reichweite weiter abnehmen. Dazu müssen für mich die Buchverträge (vor allem was Exklusivrechte angeht) passen. Daher gibt es das Artbook wie die Kalender zur Zeit nur bei mir auf Messen, Lesungen und Events.

Ich hoffe, dass ich ab kommendem Jahr zumindest deutschlandweit den Versand wieder aufnehmen kann, dann könntet ihr euch auch für ein Päckchen bei mir per Mail melden.

Vielen Dank für euer Verständnis.

MockUp vom Artbook Ideenpopcorn